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Home » Boykott wegen Krieg? Iran würde hohe Geldstrafe drohen
Sport

Boykott wegen Krieg? Iran würde hohe Geldstrafe drohen

By zeit-heute.deMärz 3, 20262 Mins Read
Boykott wegen Krieg? Iran würde hohe Geldstrafe drohen
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Rückzug wäre historisch

Bei WM-Boykott: Iran würde eine hohe Geldstrafe drohen


03.03.2026 – 10:28 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

US-Präsident Donald Trump und Fifa-Chef Gianni Infantino (r.): Die WM steht unter keinen guten Vorzeichen. (Quelle: Uncredited/Pool/AP/dpa/dpa-bilder)

Nach den Unruhen in Mexiko überschattet nun der Iran-Krieg die Vorbereitungen auf die Fußball-WM. Plötzlich sind Szenarien denkbar, die vorher für unmöglich gehalten wurden.

Schon Monate vor dem Anpfiff der XXL-WM in den USA, Mexiko und Kanada beherrschen nahezu ausschließlich nicht-sportliche Themen die Vorbereitungen. Nicht nur der neue Modus mit 48 Teams und 104 Spielen wirft Fragen auf. 100 Tage vor Turnierstart (11. Juni bis 19. Juli) bestimmen politische Krisen die Debatte.

Vor allem die Eskalation im Nahen Osten mit dem Angriff der USA auf den Iran und dessen Gegenschlägen hat die Lage derart verschärft, dass sogar ein WM-Ausschluss oder ein Boykott des Iran nicht unmöglich scheinen. Szenarien, die lange als undenkbar galten. Die Fifa werde die Situation „beobachten“, hatte Generalsekretär Mattias Grafström erklärt. Oberste Priorität bleibe ein sicherer Ablauf der WM, bei der alle qualifizierten Mannschaften auch teilnehmen könnten.

Der Iran soll in den USA in einer Gruppe mit Belgien, Neuseeland und Ägypten spielen. „Sicher ist, dass nach diesem Angriff nicht zu erwarten ist, dass wir hoffnungsvoll auf die WM blicken“, sagte der iranische Fußballpräsident Mehdi Taj. Zudem erklärte er: „Die US-Regierung hat unser Heimatland angegriffen. Das wird nicht unbeantwortet bleiben.“

Aufgrund einer 40-tägigen Staatstrauer zu Ehren des ermordeten obersten Führers Ajatollah Ali Chameneis fallen alle Spiele in der heimischen Liga und die geplanten WM-Vorbereitungsspiele der Männer-Nationalmannschaft aus.

Bundestrainer Julian Nagelsmann ordnet die Lage nüchtern ein. Man müsse „das Bewusstsein haben, dass politische Themen vorherrschen, die der Sport nicht lösen wird“, sagte er im „Kicker“ mit Blick auf die Endrunde.

Die große Frage ist nun: Was geschieht bei einem Boykott oder bei einem Ausschluss, wenn andere Länder oder Institutionen eine Teilnahme des Iran als nicht sicher bewerten? Oder falls die USA die Einreise verweigern? Bereits jetzt dürfen Iraner grundsätzlich nicht in die Vereinigten Staaten einreisen. Eine Ausnahme gilt derzeit für Sportmannschaften wie das WM-Team.

Ein im vergangenen Jahr veröffentlichter Artikel im Fifa-Reglement behandelt den Fall eines Rückzugs. Dort heißt es: „Wenn ein teilnehmender Mitgliedsverband von der Fifa-Weltmeisterschaft 26 zurücktritt und/oder ausgeschlossen wird, entscheidet die Fifa nach eigenem Ermessen über die Angelegenheit und ergreift die als notwendig erachteten Maßnahmen. Die Fifa kann beschließen, den betreffenden teilnehmenden Mitgliedsverband durch einen anderen Verband zu ersetzen.“

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