„Kannst nicht so tun, als wäre das nicht passiert“
Nach Interview-Eklat: Boris Becker kritisiert Alexander Zverev
Aktualisiert am 11.06.2026 – 19:36 UhrLesedauer: 3 Min.
Nach seinem großen Triumph bei den French Open sah sich Alexander Zverev erneut mit alten Vorwürfen konfrontiert. Boris Becker fordert von ihm einen anderen Umgang damit.
Boris Becker hat Tennis-Star Alexander „Sascha“ Zverev für den Umgang mit kritischen Fragen zu seiner Vergangenheit kritisiert. In seinem Podcast mit der deutschen Ex-Tennisspielerin Andrea Petković forderte Becker Zverev auf, transparenter mit den Vorwürfen der häuslichen Gewalt umzugehen, die zwei Ex-Freundinnen vor einigen Jahren gegen ihn erhoben hatten.
Kurz nach seinem Triumph bei den French Open war Zverev in einem Interview mit der französischen Sportzeitung „L’Équipe“ auf die Vorwürfe angesprochen worden. Der 29-Jährige beharrte daraufhin zunächst darauf, dass seine Unschuld festgestellt worden sei und brach das Interview schließlich ab.
Becker stellte nun fest: „Das Ergebnis war, dass L’Équipe das erste Mal seit 20 Jahren auf ihrem Titel nicht den Gewinner von Roland Garros drauf hatte, sondern irgendeine andere Sportmannschaft.“ Statt Zverev waren die Handballerinnen aus Metz auf dem Cover, die die Champions League der Frauen gewonnen hatten.
Der sechsmalige Grand-Slam-Sieger Becker sprach Zverev zwar insofern seine Unterstützung aus, als die Vorwürfe seiner Meinung nach „alte Kamellen“ seien und nicht immer wieder aufgebracht werden sollten.
„Sonst hören die Kritiker nicht auf“
Dennoch forderte Becker von Zverev einen anderen Umgang: „Er will es nicht ansprechen, er will es nicht erklären. Vielleicht sollte er auch da versuchen, damit etwas offener, offensiver umzugehen, weil sonst hören da die Kritiker nicht auf“, so Becker. „Du kannst als Superstar im Tennis – und das ist jetzt Sascha Zverev – nicht so tun, als gäbe es dein Privatleben nicht. Ich bin der Erste, der genau weiß, um was es geht“, sagte Becker weiter und ging damit auch auf die zahlreichen Schlagzeilen um sein eigenes Privatleben ein.
