Einst in der Champions League
Traditionsklub muss Betrieb einstellen
17.07.2026 – 14:04 UhrLesedauer: 2 Min.
Anfang der Zweitausenderjahre spielten sie noch in der Champions League. Jetzt muss der portugiesische Klub Boavista den Betrieb einstellen.
Der portugiesische Klub Boavista Porto steht vor dem endgültigen Aus. Der finanziell schwer in Schieflage geratene Verein wurde unter der Woche darüber informiert, dass er zum Ende des Monats Juli den Spielbetrieb einstellen muss.
Boavista hatte Ende des vergangenen Jahres Insolvenz angemeldet und war seither zu einer monatlichen Zahlung von 55.000 Euro verpflichtet, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Im Juni konnte der Betrag jedoch wohl nicht aufgebracht werden. Deshalb teilte die Insolvenzverwaltung in einem Schreiben, das der Sport-Tageszeitung „O Jogo“ vorliegt, mit, dass der Klub zum 31. Juli die Schlüssel zum Stadion und den angrenzenden Räumlichkeiten abgeben sowie die Aktivitäten in sämtlichen Sportarten einstellen muss. Als nächste Schritte stünden die Auflösung und Liquidation des Vereins an.
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Die erste Mannschaft des Traditionsklubs war 2025 aus der ersten portugiesischen Liga abgestiegen und hatte weder für die zweite noch für die dritte und vierte Liga eine Lizenz bekommen. Es ist ein beispielloser Absturz: Der 1903 gegründete Klub konnte 2001 noch die portugiesische Meisterschaft gewinnen, spielte daraufhin Champions League. Zudem war der Klub in seiner Geschichte fünfmal im nationalen Pokalwettbewerb erfolgreich.
Vereinspräsident Rui Garrido Pereira erklärte am Donnerstag, der Klub werde sich weiter auf die Umsetzung des Sanierungsplans konzentrieren, der bereits vor dem Entschluss der Insolvenzverwaltung eingereicht worden sei. „Wenn dieser positiv beschieden wird, könnte dies das Ende des Insolvenzverfahrens und die schnellstmögliche Wiederaufnahme des Vereinsbetriebs bedeuten“, erklärte er in einer kurzen Stellungnahme der Nachrichtenagentur Lusa.












