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Home » „Boah, Bahn!“ mit Anke Engelke: Schwere Vorwürfe gegen Produktion
Unterhaltung

„Boah, Bahn!“ mit Anke Engelke: Schwere Vorwürfe gegen Produktion

Von zeit-heute.deFebruar 18, 20262 Min Gelesen
„Boah, Bahn!“ mit Anke Engelke: Schwere Vorwürfe gegen Produktion
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„Boah, Bahn!“ mit Anke Engelke: Schwere Vorwürfe gegen Produktion

„Macht man das?“

Schwere Vorwürfe gegen „Boah, Bahn!“-Produktion


18.02.2026 – 15:14 UhrLesedauer: 2 Min.

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Anke Engelke: Sie spielte die Hauptrolle in ulkigen Bahn-Werbespots. (Quelle: Tobias Schult/Deutsche Bahn AG)

Hinter der eingestellten Bahn-Comedy „Boah, Bahn!“ bahnt sich ein juristischer Streit an. Wem gehörte die Idee zur Serie tatsächlich?

Noch bevor die Diskussion um Kosten und Imagepflege abgeklungen ist, sorgt „Boah, Bahn!“ erneut für Schlagzeilen. Seit über einer Woche steht fest, dass die Deutsche Bahn das Format nicht fortsetzt. Zuvor war angesichts von Sicherheitsdebatten Kritik an den Produktionskosten von rund sieben Millionen Euro laut geworden. Die Bahn wies diese zurück, erklärte laut „dwdl.de“ jedoch: „Eine Fortsetzung der Kampagne passt nicht in die Zeit.“

Nach dem Aus der Serie steht nun ihre Entstehung im Mittelpunkt eines brancheninternen Streits. Es soll Unstimmigkeiten bezüglich der Entstehung von „Boah, Bahn!“ geben, die sich um einen als Headautor geführten Autor der Serie drehen. Die Produktionsfirma WTF, eine Tochter der bildundtonfabrik, nennt ihn im Zusammenhang mit dem Drehbuch.

Zuvor soll er bereits an einem ähnlichen Projekt gearbeitet haben: Unter dem Titel „Sänk ju for travelling with Deutsche Bahn“ habe die Firma Vitamedia Film nach eigenen Angaben eine Mockumentary über Zugpersonal entwickelt – zunächst für RTL.

Bis Frühjahr 2024 seien Drehbuchfassungen entstanden. RTL habe die Entwicklung im Oktober 2024 dann gestoppt. Später habe ein anderer Sender Interesse an dem Format signalisiert – zeitgleich mit dem Erscheinen von „Boah, Bahn!“. Nach Veröffentlichung der WTF-Serie sei der neue Anlauf des Vitamedia-Projekts gescheitert.

Vitamedia-Geschäftsführer Sascha Gröhl sieht in einem Gespräch mit „dwdl.de“ auffällige Parallelen zwischen „Boah, Bahn!“ und dem eigenen Projekt. In Bezug auf einen Gerichtsprozess gegen den nicht namentlich genannten WTF-Headautoren äußert Gröhl: „Dass nach der Anhörung vor Gericht eine Unterlassungserklärung unterschrieben und sämtliche Prozesskosten übernommen wurden, spricht für sich.“

Gröhl fragt: „Macht man das, wenn man von der eigenen Unschuld überzeugt ist?“ Zwar könne man unabhängig auf ähnliche Ideen kommen, räumt er ein. Doch die Vielzahl konkreter Übereinstimmungen sei erklärungsbedürftig.

Ein Urteil liegt nicht vor. Der WTF-Autor äußerte sich nicht. WTF und btf gaben ebenfalls kein offizielles Statement ab. Die Deutsche Bahn bestätigte dem „Horizont“, dass WTF mehrere Ideen vorgestellt habe: „Damit fungierte WTF nicht nur als reine Filmproduktion, sondern genauso auch als Urheber der kreativen Ideenentwicklung und -umsetzung.“ Ob der Streit Einfluss auf das Serien-Aus hatte, ist nicht bekannt.

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