Schock am Kölner Rheinufer
BMW versinkt im Rhein – Kampf ums Überleben beginnt
08.03.2026 – 09:05 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Auto rollt in Köln plötzlich in den Rhein. Fahrer und Beifahrerin schaffen es noch aus dem Wagen – doch der Fahrer wird von der Strömung mitgerissen.
Ein Auto ist am Samstagabend in Köln in den Rhein gerollt und ist im Fluss versunken. Zu dem Unfall kam es gegen 19.30 Uhr im Bereich der Trankgassenwerft an der Promenade am Rheinufer in der Kölner Innenstadt, teilt die Polizei mit. Nach bisherigen Erkenntnissen durchbrach der BMW ein Schutzgitter und stürzte anschließend rund fünf Meter in die Tiefe. Zeugen berichteten, dass der Wagen zuvor nur mit Schrittgeschwindigkeit unterwegs gewesen sei.
Das Fahrzeug versank innerhalb weniger Minuten im Wasser. Den beiden Insassen gelang es jedoch, sich noch aus dem sinkenden Wagen zu befreien. Die 21-jährige Beifahrerin rettete sich ans Ufer, wo ihr Passanten an einer zum Fluss führenden Treppe aus dem Wasser halfen. Sie erlitt einen Schock und wird medizinisch versorgt, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei.
Der Fahrer wurde dagegen von der starken Strömung mitgerissen. Polizei und Feuerwehr entdeckten ihn wenig später stromabwärts im Rhein in Höhe der Zoobrücke. Er war rund anderthalb Kilometer von der Unfallstelle abgetrieben.
Der schwer verletzte Mann wurde von der Feuerwehr aus dem Rhein gezogen und musste anschließend reanimiert werden. Er schwebt derzeit in Lebensgefahr, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Ein Polizeisprecher bestätigte im Gespräch mit t-online am Sonntagmorgen, dass der Mann sich noch im Krankenhaus befindet. Zu seiner Identität könnten aktuell keine Angaben gemacht werden.
Warum der BMW in den Rhein rollte, ist derzeit unklar. Die Polizei ermittelt, ob ein technischer Defekt, ein medizinischer Notfall oder ein Fahrfehler zu dem Unfall führen könnten. „Konkrete Hinweise, dass der Fahrer mit Absicht den Wagen in den Fluss gesteuert haben könnte, gibt es derzeit nicht“, betonte der Polizeisprecher. Ausschließen könne man aber nichts. Die Polizei ermittele in alle Richtungen.
Laut der Kölner Feuerwehr waren rund 60 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst mit 14 Fahrzeugen, zwei Booten und einem Rettungshubschrauber im Einsatz.
Ein spezielles Verkehrsunfallaufnahmeteam der Polizei sicherte bis in die Nacht Spuren am Unfallort. Das Auto versank im Rhein und wurde bisher nicht gefunden.










