Warnstufe Rot in Urlaubsregion
Blitz tötet Deutsche an Strand
Aktualisiert am 02.10.2026 – 18:14 UhrLesedauer: 2 Min.
Heftige Unwetter treffen Griechenland. Auf Rhodos spaziert ein deutsches Paar nach dem Baden am Strand, als ein Blitz einschlägt.
In Griechenland toben seit Donnerstag starke Unwetter. Auf Rhodos wurde eine 58-jährige deutsche Touristin von einem Blitz getroffen und getötet.
Das Unglück ereignete sich am Freitagmittag in der Gegend von Lindos im Süden der Insel, wie unter anderem die griechische Nachrichtenagentur ANA meldete. Den Berichten zufolge war die Frau mit ihrem Ehemann auf der Mittelmeerinsel im Urlaub.
- Full- oder Ground-Strike: Dann schalten Blitze das Herz aus
Laut einem örtlichen Nachrichtenportal hatten die beiden unmittelbar zuvor im Meer gebadet. Als sie anschließend am Strand entlanggingen, schlug ein Blitz ein und traf die Frau. Die 58-Jährige verlor das Bewusstsein. Beim Eintreffen des Rettungsdienstes habe sie bereits keinen Puls mehr gehabt, im Krankenhaus konnte nur noch ihr Tod festgestellt werden. Ihr 62 Jahre alter Mann kam mit leichten Verletzungen davon.
Griechenland: Unwetter wüten bis Sonntag
Auf Kreta wurde unterdessen ein 79 Jahre alter Hirte im gebirgigen Hinterland von Wassermassen erfasst. Der Mann ertrank den Berichten zufolge am Donnerstag.
Nach Angaben des griechischen Wetterdienstes (EMY) soll die Unwetterlage noch bis Sonntag anhalten. „Die Gefahr ist nicht vorbei“, warnte ein Meteorologe im griechischen Rundfunk. Auf Kreta gilt aktuell Warnstufe Rot, auf zahlreichen anderen Inseln in der Ägäis Warnstufe Orange. Wie der Fernsehsender ERT berichtete, wird auf Kreta bis Sonntag voraussichtlich so viel Regen fallen wie in der griechischen Hauptstadt Athen üblicherweise in zwei Jahren.
Bei Rethymno im Norden von Kreta wurden dem Wetterdienst zufolge innerhalb von 24 Stunden bereits rund 500 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gemessen. An den Küsten wurden Autos ins Meer gespült, Brücken und Straßen zerstört. Der Boden ist vielerorts bereits gesättigt. Damit steigt die Gefahr weiterer Überschwemmungen und Erdrutsche, warnte der Zivilschutz.
Auch der Fährverkehr ist wegen starker Winde teilweise beeinträchtigt. Die meisten Fähren blieben am Freitag in den Häfen. In der Ägäis wurden Windböen von bis zu 100 Kilometern pro Stunde gemessen.












