
Titelkampf im Schwergewicht
Blitz-K.o. im Mega-Fight: Box-Triumph für Kabayel
Aktualisiert am 10.01.2026 – 23:12 UhrLesedauer: 3 Min.

Agit Kabayel hat mit seinem bis dato ungeschlagenen Gegner früh Probleme – fightet sich aber zurück und beendet den Kampf schnell. Jetzt könnte das nächste Highlight warten.
Vor vollem Haus in der Rudolf‑Weber‑Arena in Oberhausen hat Agit Kabayel seinen Interims-WM-Titel der WBC im Schwergewicht verteidigt. Der Deutsche schlug am Samstagabend den Polen Damian Knyba durch technischen K.o. in der dritten Runde. Mit dem 27. Sieg im 27. Profikampf untermauerte Kabayel seinen Anspruch auf einen Fight um die Schwergewichts-Krone. Ein Duell mit dem ungeschlagenen Champion Oleksandr Usyk (Ukraine) war bisher noch nicht zustande gekommen.
In der mit 13.000 Zuschauern ausverkauften Rudolf-Weber-Arena kam Kabayel zunächst schleppend in den Kampf. Der selbst ernannte „Leber-King“, der sich mit drei überzeugenden Siegen im saudi-arabischen Riad für einen WM-Kampf in Stellung gebracht hatte, ging erneut viel zum Körper. Der groß gewachsene Pole (2,01 m) wiederum verpasste Kabayel gleich einen Cut über dem rechten Auge und versuchte, seinen Gegner mit seiner immensen Reichweite auf Distanz zu halten.
Das Publikum unterstützte Kabayel lautstark – und der Favorit kam immer besser in den Kampf. Kabayel war nun deutlich aggressiver und setzte immer wieder Treffer, die sichtbar Wirkung zeigten. Der Ringrichter zog bereits in Runde drei die Reißleine.
Der Kampf zum Nachlesen im Ticker:
Nach dem Kampf – „Wenn ich es mir aussuchen könnte…“ fragt Kabayel das jubelnde Publikum. „Ich glaube, ich bin ready, um die WM zu boxen. Was meint Ihr?“ Gut möglich, dass er jetzt tatsächlich Schwergewichts-Weltmeister Oleksandr Usyk anvisiert.
Nach dem Kampf – „Ich bin so glücklich. Wir haben der Welt gezeigt, dass das deutsche Boxen lebt“, sagt Kabayel nach dem Kampf direkt im Ring.
Runde 3 – Das ist es! Kabayel wird weiter aktiver, versucht es immer wieder mit Kombinationen. Aber Knyba hält ihn weiter gut auf Distanz. Kabayel muss auf Knybas Uppercut aufpassen. Dann eine Rechte von Kabayel zum Kopf, jetzt hat auch Knyba einen Cut am Auge. Noch eine Rechte zum Kopf, Knyba ist angeschlagen, taumelt. Kabayel setzt sofort nach. Knyba ist wehrlos. Der Ringrichter beendet den Kampf in der dritten Runde! Agit Kabayel gewinnt durch technischen K.o.! Knyba und seine Ecke protestieren direkt gegen den Abbruch, der ihnen zu früh kam. Doch die Entscheidung steht.
Runde 2 – Kabayel bleibt einfach zu dicht an seinem Gegner, kassiert immer wieder Treffer. Dann eine schöne Kombination vom 33-Jährigen – aber Knyba kontert sofort mit eigenen Treffern. Kabayel hat Schwierigkeiten, in den Infight zu kommen. Knyba gelingt es ein ums andere Mal, Treffer seines Gegners sofort mit eigenen Treffer zu erwidern. Aber: Kabayel war in dieser Runde aktiver., das reicht jedoch noch nicht, um eine Runde zu gewinnen. Da muss noch mehr kommen. 10:8 Knyba.










