Zerkarien und Blaualgen
Hamburg sperrt einen Badesee – fünf weitere belastet
08.07.2026 – 13:28 UhrLesedauer: 2 Min.
Die hohen Temperaturen haben Hamburgs Badeseen zugesetzt. Blaualgen und Zerkarien trüben das Badevergnügen – ein See ist inzwischen ganz gesperrt.
An heißen Sommertagen sind Hamburgs Badeseen ein beliebtes Ausflugsziel. Während der Badesaison kontrolliert die Umweltbehörde (BUKEA) regelmäßig die Wasserqualität. Je nach Messwerten spricht sie Badeverbote aus oder warnt vor Gesundheitsrisiken wie Blaualgen oder Zerkarien.
Am Boberger See gilt aktuell ein Badeverbot. Nach Angaben der BUKEA wurden dort vermehrt Blaualgen festgestellt. Deshalb darf der See aktuell nicht zum Baden genutzt werden. Die Behörde rät außerdem dazu, darauf zu achten, dass spielende Kinder und Haustiere nicht mit dem Wasser oder dem Ufersaum in Kontakt kommen. Blaualgen, fachlich Cyanobakterien, können Giftstoffe bilden und so Hautreizungen sowie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen.
Blaualgen im Sommerbad
Auch im Sommerbad Volksdorf wurden vermehrt Blaualgen nachgewiesen. Noch gilt dort kein generelles Badeverbot. Die BUKEA empfiehlt, den Kontakt mit Algenteppichen zu vermeiden. Wer im knietiefen Wasser seine Füße nicht mehr sehen kann, sollte nicht baden. Zudem sollten Kinder nicht mit dem Wasser oder dem Ufersaum in Berührung kommen.
Weiterhin gesperrt bleibt die Badestelle Nord am Eichbaumsee. Die Badestelle Ost ist dagegen geöffnet, wird jedoch engmaschig überwacht. „Im Eichbaumsee kommt es im Sommer häufig zur massenhaften Bildung von giftigen Blaualgen“, so die Umweltbehörde. Treten dort erneut Blaualgen auf, kann die Badestelle kurzfristig wieder geschlossen werden.

Zerkarien in Badeseen
Neben den Blaualgen warnt die BUKEA derzeit auch vor Zerkarien. Betroffen sind der Hohendeicher See, der Boberger See, das Sommerbad Duvenstedt und der See Hinterm Horn. Im Naturbad Kiwittsmoor waren im Juni auch Zerkarien aufgetreten. Der Badebereich wurde daraufhin gereinigt, das Wasser abgepumpt und frisches Wasser aufgefüllt. Dennoch bleibt der Hinweis der BUKEA bestehen, dass es „aktuell Hinweise auf Zerkarien im Bad“ gibt.
Zerkarien sind die Larven bestimmter Saugwürmer, die Wasservögel und Wasserschnecken als Wirte nutzen. Gelangen sie versehentlich auf die menschliche Haut, können sie eine Badedermatitis auslösen. Die Parasiten können juckende Hautausschläge mit Rötungen sowie kleinen Quaddeln oder Pusteln verursachen. Die Beschwerden sind zwar unangenehm, klingen aber meist innerhalb weniger Tage von selbst wieder ab. Die Badleitung Kiwittsmoor empfiehlt dennoch, sich nach dem Baden zügig abzuduschen und gründlich abzutrocknen.











