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Home » Blasenkrebs: Sind E-Zigaretten ein Risiko?
Gesundheit

Blasenkrebs: Sind E-Zigaretten ein Risiko?

By zeit-heute.deMai 31, 20263 Mins Read
Blasenkrebs: Sind E-Zigaretten ein Risiko?
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Gefahr im Dampf

Erhöhen E-Zigaretten das Risiko für Blasenkrebs?


Aktualisiert am 31.05.2026 – 07:55 UhrLesedauer: 2 Min.

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Oft als Lifestyleprodukt verharmlost: E-Zigaretten können die Gesundheit belasten. (Quelle: coldsnowstorm/getty-images-bilder)

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Dass Rauchen das Risiko für Blasenkrebs deutlich erhöht, ist bekannt. Bergen auch E-Zigaretten ein Erkrankungsrisiko?

Die Diagnose Blasenkrebs trifft vor allem Menschen über 70 Jahren, meist Männer. Bei ihnen ist Blasenkrebs die vierthäufigste Krebserkrankung. Als Hauptrisikofaktor gilt Rauchen: Schätzungen zufolge geht mindestens jeder zweite Fall auf den langjährigen Konsum von Tabakprodukten zurück.

Durch das Einatmen des Tabakrauchs gelangen die darin enthaltenen Schadstoffe nicht nur in die Lunge, sondern von dort auch in den Blutkreislauf. Auf diese Weise erreichen sie schließlich die Nieren, wo sie aus dem Blut herausgefiltert und mit dem produzierten Urin in die Harnblase geleitet werden. Hier können die Schadstoffe auf das Gewebe einwirken und es schädigen. Das Risiko für Blasenkrebs steigt dabei abhängig davon, wie viele Jahre und in welchen Mengen (aktiv oder passiv) geraucht wurde. Sind E-Zigaretten für die Gesundheit weniger gefährlich?

  • Blasenkrebs: Mögliche Risikofaktoren
  • Blasenkrebs-Diagnose: Darum lohnt sich ein Rauchstopp noch

E-Zigaretten dampfen: Besser als Rauchen?

E-Zigaretten (auch Vapes genannt) enthalten keinen Tabak, sondern eine Flüssigkeit, die erhitzt wird und dabei verdampft: das sogenannte Liquid. Im Unterschied zu Tabakprodukten entsteht beim Konsum von E-Zigaretten daher kein Tabakrauch, sondern ein dampfartiges Aerosol. Was genau in einem Liquid enthalten ist, kann sich je nach Produkt stark unterscheiden. In der Regel stecken darin jedoch (meist) Nikotin, Propylenglykol und Glycerin sowie Geschmacks- und Aromastoffe. Beim Erhitzen können daraus gesundheitsschädliche Substanzen entstehen.

Im klassischen Tabakrauch finden sich neben Nikotin über 5.000 chemische Stoffe, von denen etwa 250 als giftig eingestuft werden und etwa 90 als krebserregend oder möglicherweise krebserregend gelten. Im Vergleich dazu enthält der Dampf von E-Zigaretten deutlich weniger krebserregende und andere gesundheitsschädliche Stoffe. Fachleute vermuten daher, dass diese mit einem geringeren Gesundheitsrisiko einhergehen als Tabakprodukte. Eine endgültige Einschätzung ist jedoch nicht sicher möglich, da entsprechende Langzeituntersuchungen fehlen. Wahrscheinlich kann das Risiko zudem je nach Gerät und gewähltem Liquid variieren.

Wichtig zu wissen

Manche Menschen versuchen, vom klassischen Rauchen auf E-Zigaretten umzusteigen. Mitunter klappt dieser Wechsel nicht vollständig: Studien zeigen, dass E-Zigaretten nicht selten sogar zusätzlich zu Tabakzigaretten konsumiert werden. Dieser sogenannte Dual Use ist wahrscheinlich gefährlicher als Rauchen allein.

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E-Zigaretten und Blasenkrebs: Keine sichere Entwarnung

Der Dampf von E-Zigaretten enthält zwar weniger schädliche Stoffe als Tabakrauch, darunter sind jedoch auch Substanzen, die Blasenkrebs begünstigen. Studien zeigen, dass diese ebenfalls mit dem Urin bis in die Blase gelangen. Wer über Jahrzehnte E-Zigaretten konsumiert, steigert daher wahrscheinlich sein Risiko für Blasenkrebs – und andere Krebserkrankungen. Selbst wenn dieses mutmaßlich niedriger ist als beim klassischen Rauchen, lässt sich eine Gefahr nicht sicher ausschließen.

Fazit

Der Konsum von E-Zigaretten ist wahrscheinlich weniger gesundheitsschädlich als der von Tabakprodukten, aber dennoch nicht gänzlich harmlos. Denn beim Dampfen entstehen ebenfalls krebserregende Stoffe (wenn auch in geringerer Menge), die nach dem Einatmen auch bis in die Blase gelangen und dort langfristig Krebs begünstigen können. Das Risiko für Blasenkrebs ist daher beim Dampfen vermutlich zwar niedriger als beim Rauchen, aber wahrscheinlich höher als bei Nichtrauchern.

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