Drama um Buckelwal in der Ostsee
„Oder Herzattacke verpassen“: Biologe sieht drei Optionen
Aktualisiert am 29.03.2026 – 06:50 UhrLesedauer: 2 Min.
Das Drama um den Buckelwal weitet sich zum Expertenstreit aus. Biologe Robert Marc Lehmann wird in einem Video emotional.
Der Meeresbiologe Robert Marc Lehmann hat die Verantwortlichen der Rettungsaktion um den Buckelwal in der Ostsee immens kritisiert. Auf Instagram ging der Forscher, der in der vergangenen Woche selbst bei den Rettungsaktionen dabei war, vor allem das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAF) scharf an.
An der erneuten Rettungsaktion vor Wismar war Lehmann nicht mehr beteiligt. In seiner Botschaft kritisierte er die Fortführung der Walrettung. Man dürfe den Wal nicht stressen und unter Druck setzen, sagte Lehmann. Die eigentliche Rettung beginne, wenn das Tier frei schwimme. Das habe man nur am Anfang gemacht. „Man muss den Wal extrem gut lesen können. Man muss Wale verstehen. Man muss verstehen, was man da tut“, sagte er.
Sein Plan, den Wal vom Strand zu bringen, habe zunächst funktioniert, sagte Lehmann. Er sei spontan auf ein Boot gestiegen und habe den Meeressäuger von einer weiteren Strandung fernhalten können. Doch dann sei er von der Rettungsaktion ausgeschlossen worden.
Lehmann ist nach eigenen Angaben studierter Meeresbiologe und Forschungstaucher, hat sich aber vor allem als Kameramann und Fotograf einen Namen bei Tierdokumentationen gemacht.
Sein Team und er hätten sich auf eine wochenlange Aktion vorbereitet. „Ich hätte ihn auch bis in den Atlantik geguided“, sagte Lehmann im Video. Dass der Wal erneut gestrandet sei, „kotzt mich mega an“.
Der Meeresbiologe sieht bei einer erneuten Strandung drei Optionen: „Das eine ist eine erneute Rettungsmission von den verantwortlichen Experten oder ihn liegen lassen und sterben lassen und der Natur ihren Lauf lassen“. Als dritte Möglichkeit sieht Lehmann, den Wal einzuschläfern. „Das Leiden des Wals, wenn er da liegt, kann extrem verlängert werden“, so der Biologe. Der Wal sei offensichtlich schwach und krank. „Die Möwen haben begonnen, an ihm zu picken, wenn er rauskommt“.











