Nachbarschaftsstreit eskaliert

Betrunkener soll Mann mit Armbrust erschossen haben

20.04.2026Lesedauer: 1 Min.

Streifenwagen der Polizei mit eingeschaltetem Blaulicht (Symbolbild): Die Beamten nahmen den mutmaßlichen Täter am Tatort fest. (Quelle: Carsten Rehder/dpa)

Zwei Männer geraten in Streit. Die Auseinandersetzung eskaliert – als die Polizei kommt, finden die Beamten einen der Kontrahenten tot vor.

In einem Dorf in Mecklenburg-Vorpommern soll ein 50 Jahre alter Mann einen anderen mit einer Armbrust erschossen haben. Wie die Polizei am Montag mitteilte, rief der mutmaßliche Täter am Samstagnachmittag selbst die Polizei.

Gegen 16.45 Uhr habe der 50-Jährige mitgeteilt, dass er gerade seinen Nachbarn in dem zu Neustrelitz gehörenden Dorf Prälank getötet habe. Sofort seien mehrere Streifenwagen hingefahren.

Die Beamten fanden das leblose Opfer auf seinem Grundstück vor. Es handelt sich laut Polizei um einen 32-Jährigen. Die Beamten stellten außerdem die mutmaßliche Tatwaffe, eine Armbrust, sicher. Eine Polizeisprecherin sagte t-online, das Opfer sei von einem Pfeil getroffen worden.

Die ersten Ermittlungen vor Ort erhärteten den Beamten zufolge den Verdacht gegen den 50-Jährigen. Der Verdächtige habe zum Einsatzzeitpunkt eine Atemalkoholkonzentration von 2,79 Promille gehabt. Der Tat sei nach derzeitigen Erkenntnissen ein Streit zwischen den beiden Nachbarn vorausgegangen, hieß es. Worum es in dem Streit genau ging, wollte die Polizeisprecherin aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht sagen.

Der Beschuldigte wurde vorläufig festgenommen. Am Sonntag wurde er einem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ gemäß Antrag der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg einen Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags. Der Beschuldigte kam in Untersuchungshaft.

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