Kurzreise-Tipp für Berliner
Hier fühlt sich Ostsee-Urlaub wie damals in der DDR an
22.08.2026 – 16:13 UhrLesedauer: 3 Min.
Auf Rügen steht ein DDR-Ferienlager fast im Originalzustand. Wer hier Urlaub macht, findet Schulküche, Trabis und Strand. Von Berlin aus ist man in gut drei Stunden dort.
Wer Lust auf eine Zeitreise und die Ostsee hat, findet in Nonnevitz auf Rügen eine kleine DDR-Ferienanlage, die weitgehend im Originalzustand erhalten ist: 13 Bungalows stehen dort als Ensemble unter Denkmalschutz. Betrieben wird das „Betriebsferienlager Gera“ von Candy Dassler, der nach eigenen Angaben die Anlage vor fast zehn Jahren übernahm. Damals sei sie fast „100 Prozent DDR“ gewesen, erzählt Dassler – „von der Kaffeetasse bis zur Tapete bis zur Lampe“.
Dassler setzt auf Details, die an Betriebsferien erinnern sollen. Nach seinen Angaben gibt es dreimal wöchentlich eine Schulküche mit Gerichten wie Senfei und Soljanka sowie einen Kiosk mit Ostprodukten. Dazu kommen Trabis mit Dachzelten und DDR-Wohnwagen. Dassler beschreibt den Reiz so: „Du brauchst ein gutes DDR-RFT-Radio, was immer noch spielt, und ein Brettspiel. Du hast den Strand vor der Nase und bist in der Natur, im Wald.“

Nonnevitz liegt etwa sechs Kilometer nordöstlich von Dranske auf der Rügener Halbinsel Wittow. Nicht weit entfernt befinden sich das Kap Arkona und der Wieker Bodden. Die raue, unberührte Naturlandschaft der Umgebung eignet sich gut für Spaziergänge oder Nordic Walking. Die Ostsee ist dabei immer zu sehen. Aber auch für Badegäste eignet sich die Region, die fern ab vom Trubel der großen Seebäder liegt. Der Strand hier ist breit und hat feinen Sand.
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Das kostet eine Übernachtung in der DDR-Bungalows
Die BFG-Bungalows bieten Platz für zwei bis fünf Gäste. Eine Übernachtung kostet nach Angaben auf der Webseite zwischen 49 und 79 Euro pro Nacht. Zelten oder im Wohnwagen übernachten ist dort aber auch möglich. Eine Nacht im „BFG DDR Zelt“ kostet zwischen 29 und 39 Euro, eine Übernachtung im „BFG Klappfix KF 1“ 39 Euro. Wer in einem der DDR-Wohnwagen schlafen will, zahlt zwischen 39 und 49 pro Nacht.
Nach Angaben Dasslers waren ursprünglich 20 Bungalows erhalten; sieben seien privatisiert und umgebaut worden, 13 gelten als weitgehend originalgetreu. Entstanden seien die Bauten in den 1970er Jahren, unter anderem als Typ B 34 des VEB Vereinigte Bauelementewerke Henningsdorf.











