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Home » Berliner SPD-Kandidat Steffen Krach weist Vorwürfe zurück
Deutschland

Berliner SPD-Kandidat Steffen Krach weist Vorwürfe zurück

By zeit-heute.deSeptember 10, 20263 Mins Read
Berliner SPD-Kandidat Steffen Krach weist Vorwürfe zurück
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Spontane Pressekonferenz

Das sagt SPD-Spitzenkandidat Krach zu den Vorwürfen


Aktualisiert am 10.09.2026 – 12:53 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Steffen Krach bei der Pressekonferenz am Donnerstag: Bei den Vorwürfen gegen den SPD-Spitzenkandiat geht es um Bestechlichkeit. (Quelle: Fabrizio Bensch/dpa)

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Berlins SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach wegen Bestechlichkeit. Am Donnerstag stellte sich der 46-Jährige den Vorwürfen – und ging in die Offensive.

Zehn Tage vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl kämpft Steffen Krach um seinen Ruf. Auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz wies der SPD-Spitzenkandidat den Vorwurf der Bereicherung zurück. „Ich habe niemals privat Geld angenommen und ich habe auch niemals als SPD-Vorsitzender hier in Berlin eine Spende angenommen“.

Am Mittwoch hatte die Staatsanwaltschaft Hannover mehrere Objekte in Berlin und Hannover durchsuchen lassen. Nach einem Bericht des „Tagesspiegel“ wurden in Berlin Krachs Schöneberger Wohnung und die SPD-Landesparteizentrale in Wedding durchsucht. Zu den konkreten Vorwürfen äußerte sich die Behörde nicht und verwies auf die Unschuldsvermutung.

Deshalb ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Krach

Im Zentrum der Ermittlungen steht laut Krach ein Vergabeverfahren für ein Klinikgelände in der Region Hannover. Als Regionspräsident war er zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums. Im Sommer 2025 wechselte er nach Berlin, um SPD-Spitzenkandidat zu werden. Von seinem Amt ließ er sich beurlauben.

Krach sagte, letztlich habe nicht der von ihm favorisierte Bewerber den Zuschlag bekommen. An den Vertragsverhandlungen sei er nie direkt beteiligt gewesen. „Ich habe keine Spende von diesem Unternehmen angenommen. Und ich sage das auch ganz offen: Der Vorwurf der Bereicherung trifft mich persönlich sehr. Denn ich habe immer klare Grenzen gezogen in den zwölf Jahren, in denen ich politisch Verantwortung trage.“

Sein kleiner Sohn habe die Razzia miterleben müssen, sagte Krach sichtlich bei der Pressekonferenz am Donnerstag bewegt. Die Verhältnismäßigkeit wolle er nicht kommentieren. „Ich möchte aber schon sagen: Ich habe kleine Kinder zuhause. Und wenn da auf einmal acht bis neun Leute die gesamte Wohnung durchsuchen, dann macht das was mit kleinen Kindern. Meinem vierjährigen Sohn haben wir jetzt gesagt, das waren die Polizeiputzkräfte, die dort vor Ort waren und für Ordnung gesorgt haben.“

Spende knapp unter der Transparenzgrenze

Krach präsentierte einen Beleg für die Rücküberweisung einer Spende von 9.900 Euro, die ein Unternehmer Ende 2025 an die Berliner SPD überwiesen hatte. „Ich habe keine Spende dieses Unternehmen angenommen.“ Das Geld habe im Wahlkampf keine Rolle gespielt.

Krach soll am 7. Januar von der SPD-Landesgeschäftsführung informiert worden sein und die Rücküberweisung am Tag danach angeordnet haben. Das Geld sei am 9. Januar an den Absender zurücküberwiesen worden. Ein Sprecher der Berliner SPD bestätigte die Angaben.

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