Letzter Platz
Neues Ranking: Berlin steht bei Schwimmvereinen schlecht da
07.07.2026 – 16:27 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Analyse zeigt die Zahl der Schwimmvereine und Schwimmschulen je 100.000 Einwohner. Berlin landet dabei auf dem letzten Platz.
Wer in Berlin schwimmen lernen möchte, hat nicht besonders viel Auswahl. Die Hauptstadt zählt zu den deutschen Großstädten mit der geringsten Dichte an Schwimmvereinen und Schwimmschulen. Das geht aus einer Auswertung des Vergleichsportals Listflix hervor.
Demnach kommen in Berlin nur 1,36 Schwimmvereine und -schulen auf 100.000 Einwohner – der schlechteste Wert unter den 30 untersuchten Städten. Platz eins in dem Ranking belegt Siegen: Hier kommen 5,84 Schwimmvereine und -schulen auf 100.000 Einwohner.
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Jeder fünfte Drittklässler kann nicht schwimmen
Laut einem Bericht des RBB kann rund ein Fünftel der Berliner Grundschüler auch nach dem Pflichtunterricht nicht schwimmen. Das Gefälle zwischen den Bezirken ist erheblich. In Spandau schafften im vergangenen Schuljahr mehr als 30 Prozent der Drittklässler das Seepferdchen nicht – die höchste Quote berlinweit. In Steglitz-Zehlendorf lag der Anteil bei 9,5 Prozent, in Lichtenberg bei 29 Prozent.
Das liegt auch daran, dass private Schwimmkurse, die die schulische Lücke ausgleichen können, in Berlin bis zu 364 Euro pro Quartal kosten. Dennoch sind sie laut dem RBB-Bericht oft ausgebucht. Kostenlose Ferienkurse sind nach Angaben des Senats schnell vergriffen.
Bereits mehrere tödliche Badeunfälle in Berlin in diesem Jahr
Fehlende Schwimmkompetenz ist allerdings gefährlich – tödliche Badeunfälle können die Folge sein. Jedes Jahr sterben in Berlin mehrere Menschen in Gewässern. Auch in diesem Sommer kamen bereits Schwimmer ums Leben: Ende Juni starb An der Krummen Lanke ein 17-Jähriger, nur wenig später ertranken zwei Männer im Jungfernheideteich in Charlottenburg und im Tempelhofer Hafen. Am vergangenen Samstag starb ein Mann im Schlachtensee.












