Der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten bezeichnete den Berliner Angriff als „abscheuliche Gewalttat“ und versicherte Bundeskanzler Friedrich Merz der Solidarität seines Landes: „In schwierigen Zeiten stehen wir Schulter an Schulter mit unseren deutschen Nachbarn.“

Polizei durchkämmt Tiergarten

11.21 Uhr: Nach dem Angriff am Rande des Berliner Christopher Street Days (CSD) durchsuchen Polizisten das Gebiet rund um den Wagen, der in eine Menschenmenge gefahren ist. Die Polizisten sammelten sich zunächst vor dem Gebiet im Tiergarten und starteten kurz nach 11 Uhr mit der Suchaktion.

Die Behörden fahnden nach dem Angriff vom späten Samstagabend nach dem 21-jährigen Abdul Ballout, der im Verdacht steht, mit einem Van mehr als ein Dutzend Menschen angefahren zu haben. Eine Frau wurde so schwer verletzt, dass sie starb. Der Verdächtige sei polizeibekannt und werde der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet, erklärte ein Polizeisprecher.

Polizisten im Tiergarten: Was genau sie suchen, ist nicht bekannt. (Quelle: Christian Mang/reuters)

CSD-Besucher: „Hat mein Herz gebrochen“

11.15 Uhr: CSD-Besucher Daniel Stein steht in der Nähe des Tatorts und erklärt einer t-online-Reporterin, das Geschehene sei für ihn ein „sehr großer Schock. Ich bin angereist, um hier das zu feiern, was ich bin“. Er sei nicht vor Ort gewesen, „aber ich will mein Mitgefühl und meine Trauer ausdrücken und habe deswegen Blumen mitgebracht. Wir haben gestern Liebe und Freude verbreitet und dann von dem Angriff zu hören, hat mein Herz gebrochen.“

Daniel Stein am Tiergarten. (Quelle: Kathrin Merz/t-online)

Anhalter Bahnhof soll wohl für Durchsuchungen gesperrt werden

11.05 Uhr: Schwer bewaffnete Einsatzkräfte durchsuchen weiter den unter der Erde liegenden S-Bahnhof Anhalter Bahnhof in Berlin. Dieser soll dafür gesperrt werden. Polizeisprecher Florian Nath erklärte „Bild“: „Die Einsatzkräfte haben den Auftrag, dort alles zu durchsuchen. Das wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Der Bahnhof muss gesperrt werden. Es wird nach möglichen Spuren im Zusammenhang mit dem Tatgeschehen gesucht.“

Polizeigewerkschaft: „Terror darf nie gewinnen“

11.03 Uhr: Der Berliner Landeschef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Stephan Weh, reagiert auf den Anschlag: „Diese unfassbare Tat trifft Berlin voll ins Mark. Wir hoffen, dass alle schwer und lebensgefährlich Verletzten durchkommen und der oder die Täter schnellstmöglich gefasst werden“, teilt er t-online auf Anfrage mit. „Unser Dank gilt allen eingesetzten Kolleginnen und Kollegen von Polizei und Feuerwehr, die auch in dieser psychisch extrem angespannten Lage hochprofessionell agieren und so Menschenleben retten. Der Terror darf nie gewinnen.“

Loading…

Loading…

Loading…

Share.
Die mobile Version verlassen