Offenbar filmte er alles mit

Mann soll Partnerin über 16 Jahre hinweg vergewaltigt haben


21.08.2026 – 12:10 UhrLesedauer: 1 Min.

Das Landgericht Dresden (Archivbild): Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen mutmaßlichen Vergewaltiger erhoben. (Quelle: IMAGO/imago)

In Dresden ist Anklage gegen einen 47-Jährigen erhoben worden. Er soll seine Partnerin über Jahre betäubt und vergewaltigt haben.

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage gegen einen Mann erhoben, der seine langjährige Lebensgefährtin mehrfach vergewaltigt haben soll, unter anderem in der gemeinsamen Gartenlaube. Der 47-Jährige sitzt seit Februar in Untersuchungshaft, wie die Behörde am Freitag mitteilte. Wann ein möglicher Prozess beginnen könnte, steht noch nicht fest. Im Fall einer Verurteilung droht dem Mann eine mehrjährige Freiheitsstrafe.

Der Beschuldigte soll seiner heute 49 Jahre alten Lebensgefährtin über einen Zeitraum von 16 Jahren wiederholt Betäubungsmittel und Alkohol verabreicht haben, um sie zu sedieren und schließlich zu vergewaltigen. Die Staatsanwaltschaft listet insgesamt drei Vergewaltigungen und vier Fälle sexuellen Missbrauchs auf. Seine Taten soll der Mann gefilmt und die Aufnahmen weiter verbreitet haben.

Vergewaltigungen: Hinweis kam durch Journalisten

Die Vergewaltigungen soll der 47-Jährige nicht nur in der gemeinsamen Wohnung in Großenhain (Landkreis Meißen) begangen haben, sondern auch in der gemeinsamen Gartenlaube. Die Lebensgefährtin habe sich nach Bekanntwerden der Vorwürfe von ihrem Partner getrennt.

Laut Staatsanwaltschaft hatte ein Hinweis der Redaktion des NDR-Formats „STRG_F“ zur Aufnahme der Ermittlungen geführt. Die Journalisten hatten zahlreiche verdeckte Chatgruppen in sozialen Netzwerken aufgedeckt, in denen sich Männer über Vergewaltigungsfantasien und konkrete Taten austauschen. Die Nutzer laden Videos und Fotos der Taten im Internet hoch und brüsten sich mit ihren Taten. Eine einzelne Telegram-Gruppe hatte demnach über 70.000 Mitglieder.

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