ChatGPT benutzt

War das der dümmste Banküberfall aller Zeiten?


Aktualisiert am 21.08.2026 – 03:45 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Bankfiliale in den USA (Symbolbild). (Quelle: ANDREW KELLY/Reuters)

Ein Bankräuber wird in den USA zu einer hohen Haftstrafe verurteilt. Er hatte vor der Tat einen Chatbot nach Tipps befragt. Auch beim Überfall selbst stellte er sich nicht allzu clever an.

Ein glückloser Bankräuber, der ChatGPT zur Planung seiner Tat nutzte, ist zu einer Haftstrafe von gut zehn Jahren verurteilt worden. Der 23-jährige Deron L. hatte sich nach Behördenangaben beim Chatbot unter anderem darüber informiert, wie schnell die Polizei eintreffen dürfte und wie seine Pistole zu reparieren ist.

Im Februar ging er dann in eine Filiale der i3 Bank in Omaha, Nebraska, und setzte seinen Plan um. Doch der war trotz vorheriger Konsultationen mit dem Chatbot nicht allzu gut. Beim Überfall selbst hatten die Kameras der Bank sein unmaskiertes Gesicht gefilmt, während er die Angestellten hinter dem Schalter mit einer Waffe bedrohte. Er erbeutete etwa 9.175 US-Dollar (rund 7.855 Euro). Dann floh er.

Nur 37 Monate für den Überfall selbst

Allerdings wurde auch sein Fahrzeug samt Kennzeichen von Sicherheitskameras in der Nachbarschaft erfasst. Anschließend tauchte L. auch noch auf den Videoaufzeichnungen mehrerer Läden in einem Einkaufszentrum auf und war dabei zu sehen, wie er mit dem Geld aus dem Überfall Shoppen ging. Unter anderem kaufte er sich neue Schuhe und Kleidung. Auf dem Heimweg von der Mall sah er Polizisten nahe seinem Haus stehen, woraufhin er dann laut Mitteilung der Staatsanwaltschaft davonlief und dabei ein Bündel Bargeld fallen ließ.

Bei der Festnahme bestritt er zunächst, an dem Banküberfall beteiligt gewesen zu sein – erlaubte den Ermittlern aber Zugriff auf sein Telefon. Dort fand die Polizei auch die Unterhaltungen Paynes mit ChatGPT. Darüber hinaus stießen die Ermittler auch auf das Fluchtfahrzeug und die Kleidungsstüdke, die L. bei dem Überfall trug.

Von der Haftstrafe, die ihm aufgebrummt wurde, verhängte der Richter 37 Monate für den Überfall selbst und weitere 84 Monate dafür, dass der Angeklagte dabei mit einer Waffe drohte. Eine vorzeitige Haftentlassung ist nicht möglich. Nach Absitzen der Strafe wird L. zudem noch fünf Jahre auf Bewährung sein und unter Supervision stehen.

Share.
Die mobile Version verlassen