
Spandau
Schüsse auf BVG-Bus – Fahrgast entgeht knapp Verletzung
09.02.2026 – 18:32 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Linienbus der BVG wurde in Spandau beschossen. Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Schießereien ein, gegen die die Berliner Polizei mit einer Sondereinheit vorgeht.
Unbekannte haben am frühen Morgen in Berlin-Spandau einen Linienbus der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) beschossen.
Der 49-jährige Busfahrer war gegen 2.30 Uhr auf der Seeburger Straße im Ortsteil Wilhelmstadt unterwegs. Er hörte während der Fahrt einen Knall. Bei einem anschließenden Stopp entdeckte der Fahrer ein Einschussloch an einer der Seitenscheiben des Busses. Der Fahrer und ein Fahrgast, der zum Zeitpunkt des Vorfalls hinter ihm saß, blieben unverletzt.
Die Berliner Polizei kämpft seit Monaten gegen eine Zunahme von Schießereien in der Hauptstadt. Wegen zahlreicher solcher Vorfälle im vergangenen Jahr hat die Polizei Mitte November eine Sondereinheit eingerichtet. Die sogenannte „Besondere Aufbauorganisation Ferrum“ (deutsch: Eisen) wurde im Landeskriminalamt angesiedelt.
Diese Ermittlungseinheit geht mit umfangreichen Razzien gegen gewalttätige Banden vor. Die Beamten durchsuchen regelmäßig Bars, Restaurants und bekannte Treffpunkte von Kriminellen. Trotz dieser Maßnahmen schießen unbekannte Täter immer wieder auf Bars, Häuser und auch auf Menschen.
Die Polizei geht davon aus, dass es sich um Revierkämpfe mit Waffengewalt im Bereich der Drogenkriminalität handelt. Auch Drohungen und Erpressungen von Geschäftsleuten könnten laut Polizei hinter den Vorfällen stecken.











