Nach Verletzungsschock
Berater von Bayern-Star Davies beschuldigt Kanada
26.03.2025 – 14:35 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Verletzung von Alphonso Davies kam überraschend. Nun beschuldigt der Berater des Spielers das kanadische Nationalteam.
Die Aufregung um die überraschende Verletzung von Bayern-Star Alphonso Davies geht in die nächste Runde: Davies-Berater Nedal Huoseh übte deutliche Kritik am kanadischen Verband und Nationaltrainer Jesse Marsch. Der Profi der Münchner hatte sich im Nations-League-Spiel gegen die USA das Kreuzband gerissen – und das offenbar trotz vorheriger Warnungen.
„Er hätte im Freundschaftsspiel um Platz drei gegen die USA nicht spielen dürfen“, sagte Huoseh dem „Münchner Merkur/tz“ mit Blick auf die Partie, in der Davies verletzt vom Feld musste. Schon nach dem Halbfinale gegen Mexiko (0:2) sei der Linksverteidiger angeschlagen gewesen. Umso überraschter sei Huoseh gewesen, dass Davies im Spiel gegen die USA in der Startelf stand: „Er hatte mitgeteilt, dass er nicht in der Lage sei, zu beginnen.“
Laut dem Berater habe es im Vorfeld die klare Aussage eines Verbands-Insiders gegeben, dass Davies nicht starten und höchstens „ein paar Minuten“ Einsatzzeit bekommen würde. „Ich habe ihnen gesagt, dass er überhaupt nicht spielen sollte“, erklärte Huoseh.
Besonders in die Verantwortung nimmt er den ehemaligen Leipziger Trainer Marsch. Dieser hätte „die Situation besser meistern müssen, das hätte man zu 100 Prozent verhindern können“, so Huoseh weiter.
Die Verletzung löste bereits Irritationen aus, da Davies selbst in einem Gespräch mit einem Reporter von „One Soccer“ noch mitteilte, dass es ihm gut gehe. Auch Bayerns Vorstandsvorsitzender Jan-Christian Dreesen war am Montag im Gespräch mit t-online noch optimistisch. Warum? Lesen Sie hier, wie es zu dem Schock kam.
Am Mittwoch wurde Davies operiert. Der 23-Jährige wird dem FC Bayern mindestens ein halbes Jahr fehlen. „Er ist natürlich nicht glücklich mit der Situation. Er wollte für seine Vereinsmannschaft zur Verfügung stehen“, sagte Huoseh. Gleichzeitig zeigte sich der Berater zuversichtlich: Davies sei beim medizinischen Team des Klubs in guten Händen und werde sich von dem Rückschlag erholen.