Ölpreis stark gesunken
Benzin wird billiger – aber die Konzerne bremsen
10.06.2026 – 17:33 UhrLesedauer: 2 Min.
Benzin wird billiger, Diesel teurer. Doch die Preise an den Zapfsäulen müssten deutlich niedriger sein. Während der ADAC den Ölkonzernen Preistreiberei vorwirft, können Autofahrer mit einfachen Maßnahmen selbst massiv gegensteuern.
Die Mineralölunternehmen geben den gesunkenen Rohölpreis nur zögerlich weiter. Das zeigt die aktuelle Kraftstoff-Analyse des ADAC. Ein Liter Super E10 kostet bundesweit im Schnitt 1,906 Euro, was lediglich 1,2 Cent weniger als in der Vorwoche ist. Diesel verteuerte sich zur gleichen Zeit um 0,5 Cent auf 1,888 Euro je Liter.
Konzerne zögern Preissenkungen hinaus
Dabei fiel der Preis für Rohöl der Sorte Brent innerhalb weniger Wochen erheblich: von deutlich über 110 US-Dollar auf rund 91 US-Dollar. Die Konzerne reichen diesen Einbruch jedoch kaum an die Tankstellen weiter. Der Verkehrsklub sieht deshalb noch viel Spielraum für Preissenkungen.

Das richtige Timing beim Tanken
Verbraucher, die beim Tanken sparen wollen, sollten laut ADAC kurz vor 12 Uhr mittags an die Zapfsäule fahren. Zu dieser Tageszeit sind die Kraftstoffe im Bundesdurchschnitt am günstigsten. Punkt 12 Uhr schnellen die Preise meist wieder deutlich nach oben. Neben dem richtigen Zeitpunkt hilft auch ein direkter Preisvergleich: Vergleichs-Apps zeigen die aktuellen Preise von Tausenden Tankstellen.
Sparpotenzial durch die richtige Fahrweise
Wer noch mehr sparen will, kann den Verbrauch durch die eigene Fahrweise sofort senken. Wichtig ist ein frühes Hochschalten bei etwa 2.000 Umdrehungen. Wer in der Stadt bei Tempo 50 im fünften oder vierten statt im zweiten Gang rollt, halbiert den Kraftstoffverbrauch fast. An roten Ampeln hilft das Ausrollenlassen mit spätem Einkuppeln, da die Schubabschaltung den Kraftstofffluss komplett stoppt. Dauert der Halt länger als 20 Sekunden, lohnt es sich, den Motor ganz abzuschalten.

Auf der Autobahn entscheidet vor allem das Tempo: Schon bei einer Geschwindigkeit von 160 km/h verbraucht ein Auto fast 40 Prozent mehr Sprit als bei gemäßigten 130 km/h.











