Schwere Vorwürfe nach WM-Skandal
Belgien fechtet Balogun-Urteil an – und attackiert Fifa
06.07.2026 – 16:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Belgiens Fußballverband attackiert die Fifa nach der Aufhebung von Baloguns Sperre scharf. Dabei geht es längst um viel mehr.
Der belgische Fußballverband RBFA hat die Aufhebung der Sperre gegen US-Stürmer Folarin Balogun angefochten und dabei schwere Vorwürfe gegen die Fifa erhoben. Der Verband wirft dem Weltverband vor, ihn über die Entscheidung im Dunkeln gelassen und aktiv behindert zu haben.
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In einer Mitteilung zeigte sich die RBFA „zutiefst besorgt über den Verlauf der Ereignisse“. Von der Entscheidung habe der Verband zunächst nur aus Medienberichten erfahren. Als die RBFA daraufhin eine Kopie der Entscheidung anforderte, habe die Fifa daraus einen Einspruch „konstruiert“ und diesen „umgehend als unzulässig verworfen“. In dem Schreiben hieß es weiter: „All dies geschah, während sich die Fifa gleichzeitig weigerte, auf die berechtigten Anfragen der RBFA zu reagieren.“
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Belgischer Verband richtet schwere Vorwürfe an Fifa
Auch das Verhalten der Fifa in der sogenannten Spielsitzung empörte den Verband. In diesem Treffen besprechen Fifa-Vertreter gemeinsam mit beiden Nationalverbänden den Ablauf einer Partie. Die RBFA wirft der Fifa vor, dabei „bewusst den Abschnitt über die automatische Spielersperre aus ihrer Präsentation“ gestrichen zu haben. „Dabei war dieses Thema Bestandteil aller entsprechenden Sitzungen vor den vier vorangegangenen Spielen gewesen“, schrieb der Verband.
Die RBFA stellte klar: „Um es klar zu sagen: Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat die RBFA weder eine Entscheidung noch eine Erklärung der Fifa zu dieser Angelegenheit erhalten.“ Man werde das Urteil anfechten und unabhängig vom Spielausgang „auch in den kommenden Stunden, Tagen und Monaten für die grundlegenden Prinzipien der Ethik, des fairen Wettbewerbs und die Interessen des Fußballs als Ganzes eintreten“.
Die Fifa hatte Baloguns Sperre am Sonntag zur Bewährung ausgesetzt. Der Stürmer hatte im WM-Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina eine Rote Karte gesehen – die USA gewannen das Spiel 2:0. Laut AFP, der New York Times und dem Guardian rief US-Präsident Donald Trump persönlich bei Fifa-Chef Gianni Infantino an, um eine Überprüfung der Roten Karte zu erbitten. Eine finale Entscheidung muss noch vor dem Achtelfinale der USA gegen Belgien fallen. Das Spiel steigt am Dienstag um 2.00 Uhr MESZ (im Liveticker bei t-online).











