
Der französische Präsident Emmanuel Macron reist am Freitag zur Gedenkfeier für die Opfer in die Schweiz. Auch Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella hat sich für die Feier angekündigt, wie die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtet.
Jüngsten Behördenangaben zufolge sind unter den Verletzten 69 Schweizer, 23 Franzosen und zwölf Italiener, darunter auch Menschen mit doppelter Staatsbürgerschaft. 83 Verletzte lagen am Montag weiterhin im Krankenhaus, Dutzende von ihnen wurden mit schwersten Verbrennungen in Spezialkliniken in Deutschland, Frankreich, Italien und Belgien behandelt.
Unterdessen trafen am Mailänder Flughafen Linate die Särge von vier jugendlichen italienischen Opfern ein. Sie waren nach Abschluss der Obduktionen und Feststellung der Identitäten in ihr Heimatland überführt worden.
Den Ermittlungen zufolge wurde die Feuersbrunst im Keller der Bar wohl durch Feuerwerksfontänen ausgelöst, die an Sektflaschen angebracht waren und zu nahe an die Decke gehalten wurden. Die Ermittler wollen unter anderem klären, ob das Dämmmaterial an der Decke den Vorschriften entsprach.
Die Brandkatastrophe hat Auswirkungen auf den gesamten Alpenraum. So teilten zwei andere bekannte Wintersportorte mit, dass sie einen verstärkten Fokus auf den Brandschutz legen wollen. Lokalpolitiker in Adelboden und Lauterbrunnen kündigten im Schweizer Radio SRF vor den Ski-Weltcuprennen der nächsten Wochenenden an, sie würden Gastronomie-Betriebe besonders in die Pflicht nehmen, um für die Sicherheit der Fans zu sorgen. Ob dies auch bedeutet, dass die Behörden erneute Kontrollen in den Betrieben durchführen, blieb offen.
In Frankreich kündigte der Polizeipräfekt von Paris hingegen laut französischen Medien in einem Schreiben an Gastronomie-Verbände an, in Kürze Kontrollen in Bars und Klubs der Hauptstadt durchzuführen. Die Einhaltung der Vorschriften für Brandsicherheit sollte demnach sichergestellt werden. Unter den Toten und Verletzten sind auch Menschen aus dem Nachbarland der Schweiz.
Tschechiens Regierungschef Andrej Babiš kündigte ebenfalls Brandschutz-Kontrollen ähnlicher Einrichtungen in seinem Land an. Unter den Verletzten von Crans-Montana ist auch eine Tschechin.











