
Verleihung in München
Bayerischer Filmpreis: Starke Storys und neue Filmhoffnungen
23.01.2026 – 19:01 UhrLesedauer: 3 Min.
Berührende Geschichten, neue Talente: Der Bayerische Filmpreis würdigt Filme wie „In die Sonne schauen“ und „Karla“ – und setzt ein Zeichen für Vielfalt im deutschen Kino.
Die Chancen auf einen Oscar sind geplatzt, nun gibt es für das Drama „In die Sonne schauen“ zumindest den Bayerischen Filmpreis. Am Abend wird die renommierte Auszeichung im Münchner Prinzregententheater verliehen. Die Berliner Filmemacherin Mascha Schilinski gewinnt den Regiepreis, obendrein gibt es eine Auszeichnung für die beste Bildgestaltung.
In der Kategorie Schauspiel überzeugten Leonie Benesch in ihrer Rolle als Krankenschwester in „Heldin“ und Rainer Bock als Richter in dem Film „Karla“ über das gleichnamige zwölfjährige Mädchen, das vom Vater missbraucht wurde. „Karla“ wird damit gleich zweimal prämiert: Drehbuchautorin Yvonne Görlach erhält dafür den Drehbuchpreis.
Schilinskis Film lobte die Jury für die große Intensität und Sensibilität, mit der sie das Leben von vier Mädchen aus verschiedenen Epochen auf einem Vierseitenhof erzählt. Sie zeige darin Einsamkeit und Ausgeliefertsein der Kinder, aber auch Freude und Leichtigkeit ihrer Sommer. Die Regisseurin schenke „das Licht der Sonne – und damit Hoffnung und Wärme, die über den Film hinauswirken“. Der Preis für die Bildgestaltung in diesem Streifen geht an den Kameramann Fabian Gamper für „eine Kameraarbeit von seltener poetischer Kraft“, so die Jury.
Der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Münchner Schauspieler und Regisseur Michael „Bully“ Herbig erhält für seinen jüngsten Kino-Hit „Das Kanu des Manitu“ die Auszeichnung als „Erfolgreichster Film“. Er setze damit die Erfolgsgeschichte fort, die er mit „Der Schuh des Manitu“ begründet habe, hieß es bei der Jury. Der aktuelle Film knüpfe nahtlos an diesen Kultstatus an und überzeuge durch eine gelungene Mischung aus pointiertem Witz, visueller Raffinesse und erzählerischer Leichtigkeit.
Der Ehrenpreis des Ministerpräsidenten geht an Florian David Fitz, der zuletzt den Bayerischen Verfassungsorden bekam. Mit Filmen wie „Vincent will Meer“, „Willkommen bei den Hartmanns“, „Oskars Kleid“ und „Der Vorname“ bereichere und präge Fitz die deutsche Filmkultur, sagte Ministerpräsident Markus Söder CSU). „Immer authentisch schafft er vielschichtige Charaktere und hält uns und der Gesellschaft immer wieder charmant den Spiegel vor.“ Zudem übernehme Fitz durch sein soziales Engagement gesellschaftliche Verantwortung für Menschen in schwierigen Lebenssituationen, lobte Söder.











