Nur drei Monate nach Freigabe
Wieder Bauarbeiten auf der Bahnstrecke Berlin–Hamburg
15.09.2026 – 10:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Seit Mitte Juni rollen die Züge wieder durchgehend zwischen Berlin und Hamburg. Nun muss die Bahn auf einem Abschnitt in Brandenburg bereits Schäden beseitigen.
Bahnreisende zwischen Berlin und Hamburg müssen ab Freitag wieder mit Einschränkungen rechnen. Die Deutsche Bahn arbeitet vom 18. September, 8 Uhr, bis zum 23. September, 22 Uhr, zwischen Breddin und Glöwen in Brandenburg. Nach Angaben des Unternehmens sind vereinzelt Umleitungen und Zugausfälle möglich.
Anlass ist eine Langsamfahrstelle auf dem Streckenabschnitt. Durch temperaturbedingte Kräfte seien an der festen Fahrbahn punktuell Schäden entstanden, teilte die Bahn mit. DB InfraGO will die betroffenen Stellen nun reparieren.
Ohne diese Arbeiten müsste der Abschnitt nach Angaben des Unternehmens ab dem 1. Oktober gesperrt werden. Die Folge wären weitere Zugausfälle und Umleitungen.
Ein Gleis bleibt während der Arbeiten befahrbar
Der Zugverkehr kann während der Reparaturen eingleisig weiterlaufen. Welche Verbindungen konkret ausfallen oder umgeleitet werden, gab die Bahn zunächst nicht bekannt. Fahrgäste sollten deshalb vor der Abfahrt prüfen, ob ihr Zug planmäßig verkehrt.
Die neuen Arbeiten beginnen gut drei Monate nach der vollständigen Wiedereröffnung der Bahnstrecke. Von August 2025 bis Juni 2026 hatte die Deutsche Bahn den rund 280 Kilometer langen Korridor zwischen Berlin und Hamburg umfassend saniert. Dabei wurden unter anderem Gleise und Weichen ausgetauscht sowie Bahnhöfe modernisiert.
Eigentlich sollte die Vollsperrung schon Ende April aufgehoben werden. Frost und niedrige Temperaturen während des Winters verzögerten jedoch den Abschluss der Arbeiten. Seit dem 14. Juni können Fern-, Regional- und Güterzüge die Strecke wieder durchgehend nutzen.
Nächste Korridorsanierung beginnt im Oktober
Die Reparaturen zwischen Breddin und Glöwen müssen laut DB InfraGO bis Ende September beendet sein. Bereits am 2. Oktober beginnt die Korridorsanierung zwischen Berlin und Lehrte. Für die dortigen Bauarbeiten werden andere Bahnstrecken als Umleitungsrouten benötigt.
Vollständig abgeschlossen war das Projekt zwischen Berlin und Hamburg auch mit der Wiederinbetriebnahme im Juni nicht. Die Bahn hatte damals weitere Abnahmefahrten und Restarbeiten angekündigt. Zeitweise mussten Fernzüge zudem langsamer fahren.











