Vorwurf gegen Online-Händler

Finanzaufsicht prüft Zalando-Abschluss wegen möglicher Verstöße

Aktualisiert am 26.06.2026 – 10:04 UhrLesedauer: 1 Min.

Zalando-Schriftzug: Der Onlinehändler ist im Visier der Finanzaufsicht. (Quelle: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/dpa-bilder)

Fehlende Angaben im Konzernabschluss? Die Finanzaufsicht prüft, ob Zalando bei einer wichtigen Transaktion die Regeln eingehalten hat.

Die Finanzaufsichtsbehörde Bafin hat bei Zalando eine Prüfung des Konzernabschlusses und des zugehörigen Lageberichts eingeleitet. Es liegen konkrete Anhaltspunkte dafür vor, dass der Dax-Konzern gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen hat, wie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht in Bonn und Frankfurt mitteilte.

Die möglichen Verstöße stehen den Angaben zufolge im Kontext der About-You-Übernahme. Zalando habe im Anhang des Konzernabschlusses Angaben zu einer Transaktion mit einem nahestehenden Unternehmen im Rahmen des Erwerbs der Modeplattform About You womöglich fehlerhaft unterlassen.

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Da die Bafin die Prüfung öffentlich bekannt gemacht habe, werde sie die Öffentlichkeit über ihr Ergebnis informieren, hieß es weiter. „Dies geschieht unabhängig davon, ob sie bei der Prüfung Fehler in der Rechnungslegung feststellt oder nicht.“

Zalando steht nach eigenen Angaben in engem Austausch mit der Bafin. Der Online-Modehändler teilte in einer Stellungnahme mit: „Nach Einschätzung der Zalando SE handelt es sich um einen rein formellen, aber materiell unwesentlichen Aspekt in den Anhangsangaben.“ Alle relevanten Informationen zum Erwerb der About-You-Anteile seien vollständig öffentlich zugänglich gewesen.

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