Wassertemperaturen
Hitzewelle: So warm sind die Badeseen in Berlin aktuell
Aktualisiert am 18.06.2026 – 08:59 UhrLesedauer: 2 Min.
Es wird heiß in der Hauptstadt. Wer Abkühlung sucht, findet sie in den Berliner Badeseen – die Wassertemperaturen sind jedoch sehr unterschiedlich.
Die Hitzewelle in Berlin hat begonnen: Am Donnerstag erwartet der DWD zwischen 27 und 31 Grad in der Hauptstadt. Am Freitag werden bis zu 33 Grad erwartet, am Samstag sogar 35 Grad. Viele Berliner suchen da die Abkühlung in einem der mehr als 30 Badegewässern der Hauptstadt. Wie kühl das Wasser ist, ist allerdings ganz unterschiedlich.
Nach Angaben des Portals wassertemperatur.org betragen die Wassertemperaturen in den Berliner Seen zwischen 17 und 21 Grad (Stand: Donnerstag, 18. Juni, 9 Uhr). Die wärmsten Badeseen sind demnach der Schlachtensee und der Zeuthener See mit jeweils aktuell 21 Grad. Der Halensee, die Krumme Lanke und der Schäfersee weisen Wassertemperaturen von 20 Grad auf. Am kühlsten ist es im Grunewaldsee mit 15 Grad, gefolgt vom Dianasee mit 17 Grad. Wetter.online weist für die Badestellen Wendenschloss, Wannsee, Lübars, Orankesee und Weißensee jeweils 21 Grad Wassertemperatur und für die Badestellen Müggelsee und Tegeler See jeweils 20 Grad Wassertemperatur aus.
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Erste Zerkarien-Meldungen in Berliner Badeseen
Alle 39 ausgewiesenen Badestellen sind nach aktuellen Angaben der Gesundheitsverwaltung zum Baden geeignet. Allerdings liegen dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) derzeit Meldungen über Zerkarien vor.
„Dem Lageso liegen bislang für 2026 nur sehr wenige Zerkarienmeldungen vor, dafür verhältnismäßig früh im Jahr“, teilte Sprecherin Stephanie Reisinger der Deutschen Presse-Agentur mit. Demnach gingen Meldungen zum Jungfernheideteich, zum Teufelssee und zum Schlachtensee ein. „Das Wasser einiger Gewässer hat sich in diesem Jahr sehr früh erwärmt, wodurch Zerkarien bereits Ende Mai/Anfang Juni ausgeschwärmt sein können. In den letzten Jahren erhielten wir Zerkarienmeldungen eher Mitte Juni bis Mitte Juli“, erklärte die Sprecherin.
Mit dem Ausschwärmen von Zerkarien in Badegewässern sei zu rechnen, nachdem sich das Gewässer erstmals über 20 Grad erwärmt hat, teilt das Lageso mit. Die Gefahr beim Baden sei somit zeitlich sehr begrenzt und nicht vorhersagbar. In den vergangenen Jahren gab es Hinweise zum Vorkommen von Zerkarien neben dem Schlachtensee, dem Teufelssee und dem Jungefernheideteich auch in der Krummen Lanke, im Großen und Kleinen Müggelsee sowie in der Unterhavel (Große Steinlanke) und im Großen Wannsee.
Wenn es über einen längeren Zeitraum warm bleibt und sich die Temperatur der Gewässer erhöht, steigt allerdings die Gefahr von Blaualgen und Zerkarien. Zerkarien sind winzige Larven von Saugwürmern, die normalerweise in inneren Organen von Enten oder anderen Wasservögeln leben. Die Wurmeier gelangen mit dem Vogelkot ins Wasser, wo sie Schnecken infizieren. In der Schnecke entwickeln sich die Zerkarien zahlreich und schwärmen bei warmen Wassertemperaturen wieder aus. Dabei kann es passieren, dass sie sich in die Haut von badenden Menschen bohren, was juckenden Ausschlag hervorrufen kann.












