Nach tödlichem Schuss am Bahnhof Zoo
Berlins Justizsenatorin will Kriminellen den Geldhahn zudrehen
11.08.2026 – 03:44 UhrLesedauer: 1 Min.
Nach dem Schuss am Bahnhof Zoo fordert Badenberg einen härteren Kurs. Vor allem Waffen und Vermögen der Täter nimmt sie ins Visier.
Nach dem tödlichen Schuss am Bahnhof Zoo in der Nacht zu Montag hat sich Berlins Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) im Interview mit der „Berliner Morgenpost“ zum Kampf gegen die Organisierte Kriminalität geäußert. „Wir müssen den Tätern ihre Spielzeuge wegnehmen“, sagte Badenberg – gemeint sind Waffen, Tatfahrzeuge und vor allem das Geld der Täter.
Berlin hat dazu eine Bundesratsinitiative eingebracht, die den unerlaubten Umgang mit bestimmten halbautomatischen Waffen zum Verbrechen hochstufen soll, mit höheren Strafen und mehr Ermittlungsbefugnissen. Die Initiative fand im Bundesrat eine große Mehrheit, nun ist das Bundesjustizministerium am Zug. Zusätzlich fordert Badenberg eine Beweiserleichterung bei der Vermögensabschöpfung: Bei unklarer Herkunft sollen Verdächtige künftig erklären müssen, wie sie ihr Vermögen erworben haben.
2025 wurden 22 Millionen Euro an illegalem Vermögen eingezogen
Die bisherige Bilanz: Wurden 2023 knapp fünf Millionen Euro an illegalem Vermögen zugunsten Berlins eingezogen, waren es im vergangenen Jahr bereits rund 22 Millionen Euro. Die seit Ende Februar aktive Sonderermittlungsgruppe „Telum“ hat zudem rund 50 Haftbefehle erwirkt, auch gegen Hintermänner.
Ob der Kurs nach der Wahl fortgesetzt wird, ließ Badenberg keinen Zweifel offen: „Das muss er, hier helfen keine Sonntagsreden.“











