
Vollsperrung und Millionenschaden
Windrad-Schwertransport geht kolossal schief
Aktualisiert am 15.01.2026 – 08:15 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Windrad-Flügel soll in der Nacht per Schwertransport an sein Ziel gebracht werden. Dann kommt es zum Unglück.
In Baden-Württemberg ist in der Nacht auf Donnerstag ein Schwertransporter mit einem 70 Meter langen Windrad-Flügel verunglückt. Die Bundesstraße 294 nahe des Bad Wildbader Ortsteils Calmbach im Landkreis Calw wurde voll gesperrt, wie die Polizei mitteilte.
Wie die Beamten mitteilten, geriet der sogenannte Nachläufer, also der Teil des Schwertransporters, der das Rotorblatt geladen hatte, kurz nach Mitternacht von der Fahrbahn ab. Wie ein Polizeisprecher t-online schilderte, durchbrach das Rotorblatt die Leitplanke und rollte samt Schwertransporter einige Meter einen Abhang hinunter.
Der Fahrer blieb dabei unverletzt. Die Bundesstraße wurde abgeriegelt. „Die Sperrung wird voraussichtlich bis in den Nachmittag andauern“, sagte ein Sprecher.
Zwei Kräne wurden angefordert. Sie sollen den Schwertransporter bergen. Mehrere Firmen seien im Einsatz, so der Sprecher. „Die Bergung ist sehr komplex.“ Die genaue Ursache für das Unglück ist unklar, die Polizei geht aber von einem technischen Defekt aus. Der Schaden soll bei mindestens einer Million Euro liegen.
Laut SWR sollte das Rotorblatt zum Windpark Seewald transportiert werden. Dort sollen insgesamt acht Windkraftanlagen entstehen. Nach Angaben des Betreibers soll der Windpark künftig rund 100.000 Megawattstunden sauberen Strom im Jahr erzeugen.











