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Home » Autobauer stellt gegen den Trend ein – das ist der Grund
Wirtschaft

Autobauer stellt gegen den Trend ein – das ist der Grund

By zeit-heute.deJuli 1, 20262 Mins Read
Autobauer stellt gegen den Trend ein – das ist der Grund
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Konzern überrascht

Autobauer stellt gegen den Trend ein – Das ist der Grund

01.07.2026 – 11:10 UhrLesedauer: 2 Min.

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Montage in einem Ford-Werk (Archivbild): Das Unternehmen setzt auf menschliches Know-How. (Quelle: Ute Grabowsky/photothek.net/imago)

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Brisante Rückholaktion bei Ford. Das Unternehmen holt hunderte verdiente Ingenieure zurück. Der Grund für die Aktion überrascht.

Die Hiobsbotschaften aus der Auto-Industrie reißen nicht ab. Zuletzt schockierte VW mit der Andeutung, dass das Unternehmen bis zu 100.000 Stellen streichen könnte. Nun überrascht Konkurrent Ford mit einer Mitteilung: Der US-Autobauer holte 350 Ingenieure zurück. Der Grund: Das Unternehmen ist unzufrieden mit der Künstlichen Intelligenz (KI), die die Arbeiten der Fachkräfte übernehmen sollte.

Ford-Manager Charles Poon sagte der Finanzagentur „Bloomberg“: „Wir waren fälschlicherweise der Ansicht, dass allein durch den Einsatz künstlicher Intelligenz und die Anpassung der bestehenden Designvorgaben ein qualitativ hochwertiges Produkt entstehen würde.“ Der Glaube, allein durch KI automatisch hochwertige Produkte zu erhalten, habe sich als Irrtum erwiesen.

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  • VW: Autobauer will bis zu 100.000 Stellen streichen

Ford-Boss Kumar Galhotra räumte ein, dass sich das Unternehmen zu stark auf automatisierte Qualitätssysteme verlassen habe. Die zurückgeholten technischen Spezialisten sollen Fehlerquellen bereits erkennen, bevor Bauteile in die Produktion gelangen.

Konzern reagiert auf teure Rückholaktionen

Allein in Detroit setzten US-Autobauer seit 2020 rund 20.000 Fachkräfte in Verwaltung und Entwicklung vor die Tür, ein Viertel davon bei Ford.

Im Unternehmensjargon werden die zurückgeholten Kräfte „graue Bärte“ genannt. Fords Fehler: Das Unternehmen setzte die verdienten Fachkräfte vor die Tür, ehe die KI mit ihrem langjährigen Wissen gefüttert werden konnte. So stiegen kostspielige Garantieleistungen für fehlerhaft ausgelieferte Fahrzeuge.

imago 78130900Vergrößern des Bildes
Ford-Boss Kumar Galhotra setzte vorschnell auf Entlassungen. (Archivbild) (Quelle: Lev Radin/imago)

Nach Angaben des Unternehmens zeigen sich inzwischen erste Erfolge. Vorstandschef Jim Farley sagte, dass sowohl die Ausgaben für Garantieleistungen als auch die Kosten für Rückrufaktionen zurückgehen.

Verbessert hat sich auch die Platzierung Fords im jährlichen Qualitätsranking von JD Power. Nachdem der Hersteller 2025 noch unterdurchschnittlich abgeschnitten hatte, verbesserte er sich innerhalb eines Jahres vom zehnten auf den dritten Platz. Dennoch bleibt Ford nach Unternehmensangaben der US-Autohersteller mit den meisten Rückrufaktionen. Mithilfe der zurückgeholten Spezialisten soll diese Zahl künftig weiter sinken.

Dabei setzt das Unternehmen nach eigenen Angaben auf menschliche Fachkräfte. So sollen künftig allein vierzig Ingenieure zur Qualitätssicherung von KI ein. Ford-Boss Galhotra erklärte: „Wir haben technische Spezialisten zurückgeholt.“ Und: „Sie spüren Fehlerquellen auf, noch bevor ein Bauteil überhaupt in die Fertigung gelangt.“

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