
4.800 Menschen evakuiert
Blindgänger in Troisdorf entschärft – Auswirkungen auf Züge nach Köln
Aktualisiert am 24.11.2025 – 21:16 UhrLesedauer: 1 Min.
In Troisdorf ist ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Die weitreichenden Sicherheitsmaßnahmen wirkten sich auch auf Köln aus.
In der Moselstraße in Troisdorf ist am Montagabend ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Es handelte sich um eine 250 Kilogramm schwere englische Fliegerbombe mit chemischem Langzeitzünder. Die Stadt Troisdorf hatte zuvor einen Evakuierungsradius von 500 Metern um den Fundort eingerichtet. 4.800 Menschen mussten evakuiert werden.
Der Luftraum im Evakuierungsradius war gesperrt, wie die Stadt in einer Mitteilung erklärte. Vom Flughafen Köln/Bonn hieß es, dass der Luftverkehr am Airport selbst wegen des Fundes nicht eingeschränkt worden sei. Die Köln/Bonn anfliegenden Maschinen hatten die Möglichkeit, die Kleinstadt südlich des Flughafens zu umfliegen und den Airport aus einer anderen Richtung anzufliegen.
Laut der Deutschen Bahn wurde auch die Bahnstrecke, die sich in der Nähe der Moselstraße befindet, ab etwa 19.30 Uhr gesperrt. Der Evakuierungsradius, den die Stadt Troisdorf verhängt hatte, ragte in die Bahnschienen nach Köln hinein. Betroffen waren die Linien RE 9, RB 27, S 12 und S 19. Die Züge wurden an geeigneten Bahnhöfen zurückgehalten oder nach Möglichkeit umgeleitet, so die Bahn.
Anwohner und Personen im Evakuierungsradius mussten diesen während der Sprengung verlassen. Als Sammelpunkt für Evakuierte diente die Stadthalle Troisdorf in der Kölner Straße 167.










