
Weltleitwährung unter Druck
Trump schwächt den Dollar: Das sind die Folgen
Aktualisiert am 03.02.2026 – 13:50 UhrLesedauer: 4 Min.
Trumps Wirtschaftspolitik lässt den Dollar taumeln – was bedeutet das für Urlaubsbudget, Rohstoffpreise und die Macht der US-Währung?
Das neue Jahr hat für die Weltleitwährung US-Dollar schlecht begonnen. In den ersten Handelswochen verlor die amerikanische Währung weiter deutlich an Wert. Seit der Amtseinführung von Donald Trump im Januar 2025 leidet die amerikanische Währung mehr oder weniger stark unter der erratischen Politik des US-Präsidenten.
Nachdem zu Beginn der Amtszeit für einen Euro 1,05 Dollar gezahlt wurden, hat die amerikanische Währung etwa 20 Prozent an Wert verloren. Zuletzt lag der Kurs zeitweise über 1,20 Dollar. Mit dem Wertverlust wird auch die Rolle des Dollar als Weltleitwährung zunehmend infrage gestellt.
Es gibt mehrere Gründe für den Wertverlust der amerikanischen Währung, aber vieles hat mit Trumps Rolle zu tun. Unter anderem wird die wiederholte Kritik des Regierungschefs an der Zinspolitik der US-Notenbank Fed, Beschimpfungen des Notenbankchefs Jerome Powell bis hin zu juristischem Druck auf Mitglieder der Notenbank als ein wesentlicher Grund für die Flucht der Anleger aus dem US-Dollar gesehen.
Für große Verunsicherung sorgte im ersten Jahr der zweiten Amtszeit von Trump zudem die aggressive und oftmals erratische Zollpolitik, die Anleger immer wieder an Investitionen in den Dollar zweifeln ließ. Hinzu kommen direkte Eingriffe des Präsidenten am Kapitalmarkt, die das Vertrauen der Anleger erschüttern. So will Trump beispielsweise bei Rüstungsunternehmen Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufe begrenzen. Stattdessen solle der Gewinn in die Produktion gesteckt werden.
„Der Kurzfristtrend spricht gegen den US-Dollar“, beschreibt Analyst Chris Iggo vom Vermögensverwalter BNP Paribas Asset Management die Marktlage. Die Stimmung für den Dollar sei zwar schlecht, die US-Wirtschaft nach einem Jahr unter Trump aber immer noch stabil. Als mitentscheidend für die Kursentwicklung des Dollars in den kommenden Monaten sehen Experten die weitere Entwicklung der Zinsen.
Zuletzt hatte die US-Notenbank die Leitzinsen im Dezember gesenkt. Bei der jüngsten Sitzung im Januar wurden die Zinsen stabil gehalten. Am Markt wird aber allgemein erwartet, dass die Zinsen in den USA in diesem Jahr nochmals gesenkt werden. Andererseits hält die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen stabil, und da dürfte sich in diesem Jahr auch nichts ändern. Alleine die Zinsentwicklung spricht eher für einen weiter schwächeren Dollar im Handel mit dem Euro.
Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Politik von Donald Trump: Bereits in seiner ersten Amtszeit hatte der Präsident immer wieder deutlich gemacht, dass er ein Befürworter eines schwächeren Dollar im Vergleich zu anderen wichtigen Währungen ist. Das fördert die amerikanische Exportwirtschaft, die ihre Waren auf dem Weltmarkt günstiger anbieten kann. Wenn die Exporte steigen, sollte sich dann auch das Handelsdefizit der USA mit anderen Ländern wie zum Beispiel Deutschland verringern, was Trump schon länger ein Dorn im August ist.










