Auswertung zeigt
Das unterschätzen viele Hundehalter massiv
16.09.2026 – 07:37 UhrLesedauer: 3 Min.
Ein Hund bringt nicht nur Freude, sondern auch laufende Ausgaben. Eine neue Auswertung zeigt, wie oft Halter die Kosten deutlich zu niedrig ansetzen.
Wenn man sich ein Haustier anschaffen möchte, denkt man in erster Linie an die schönen Seiten. Man bekommt einen treuen Begleiter, jemanden, der da ist, wenn man nach einem langen Arbeitstag die Tür öffnet. Oder mit einem kuschelt und einen aufmuntert, wenn es einem nicht gut geht.
Doch ein lebendiges Wesen kommt nun mal auch mit Pflichten – und Kosten. Und diese unterschätzen vor allem Hundehalter massiv, wie eine aktuelle Auswertung des Tierbetreuungsportals Rover zeigt. In der Umfrage gaben 45 Prozent der Befragten an, dass ihr Hund teurer geworden ist als ursprünglich geplant.
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So viel geben Halter für ihre Hunde aus
Schon die Kosten der Anschaffung selbst überraschen viele. Bei mehr als der Hälfte der Befragten (52 Prozent) lagen die gesamten Startkosten bei 500 Euro oder mehr – knapp 15 Prozent gaben sogar 2.000 Euro oder mehr aus. Die häufigsten Kostenpunkte dabei:
- Kaufpreis oder Schutzgebühr (78 Prozent)
- Erstausstattung wie Bett, Leine und Näpfe (72 Prozent)
- Erste Tierarztuntersuchungen (65 Prozent)
- Versicherung (53 Prozent)
- Kastration oder Sterilisation (30 Prozent)
- Transport oder Abholung (30 Prozent)
Nur 4 Prozent gaben an, dass kaum Einmalkosten angefallen seien.
Was kostet ein Hund?
Die Kosten für einen Hund variieren stark. Hunde aus dem Tierheim sind oft deutlich günstiger, die Schutzgebühr beträgt zwischen 100 und 500 Euro. Ein Hund vom Züchter hingegen kann 1.000 bis 4.000 Euro kosten.
Im Alltag verteilen sich die Kosten breit. 36 Prozent der Halter schätzen ihre monatlichen Gesamtausgaben auf 50 bis unter 100 Euro, 26 Prozent auf 100 bis unter 150 Euro. Den größten Posten macht das Futter aus: Die meisten Halter geben dafür 40 bis unter 60 Euro pro Monat aus. Für Versicherung und Hundesteuer fallen bei den meisten 10 bis unter 20 Euro an.
Die Rasse macht den Unterschied
Wie viel ein Hund kostet, hängt auch von der Rasse ab. Unter den sechs am häufigsten genannten Rassen zeigen sich deutliche Unterschiede bei den geschätzten monatlichen Gesamtkosten:
- Chihuahua: rund 122 Euro
- Mischling: rund 126 Euro
- Deutscher Schäferhund: rund 155 Euro
- Labrador Retriever: rund 163 Euro
- Golden Retriever: rund 167 Euro
- Französische Bulldogge: rund 176 Euro
Halter einer Französischen Bulldogge kalkulieren damit im Schnitt rund 54 Euro mehr pro Monat ein als Chihuahua-Halter. Auch bei Tierarztkosten liegt die Bulldogge vorn: Im Schnitt geben ihre Halter rund 582 Euro pro Jahr beim Tierarzt aus, bei der teuersten ungeplanten Ausgabe der vergangenen zwölf Monate sind es im Schnitt rund 636 Euro. Zum Vergleich: Bei Chihuahua-Haltern liegen diese Werte bei rund 352 beziehungsweise 395 Euro.
