
Auswärtiges Amt mit Reisewarnung
Airlines annullieren Flüge nach Venezuela – Grenzgebiete betroffen
Aktualisiert am 05.01.2026 – 11:30 UhrLesedauer: 2 Min.
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Das Auswärtige Amt rät aufgrund der aktuellen Lage dringend von Reisen nach Venezuela ab. Zudem wird vor Reisen in die unmittelbaren Grenzgebiete gewarnt.
Bereits am Samstagmorgen hatte die US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) Flüge rund um Venezuela untersagt. Grund sind die andauernden militärischen Aktivitäten (Details dazu im Newsblog), heißt es. Diese verbieten kommerzielle und private US-Flüge in bestimmten Gebieten. Konkret handelt es sich um die venezolanische Küstenstadt Maiquetía, die Karibikinsel Curaçao, Piarco auf der Insel Trinidad und Tobago sowie San Juan auf Puerto Rico.
Kurz zuvor hatten die USA vor Reisen nach Venezuela gewarnt. „Reisen Sie nicht nach Venezuela. US-Bürger in Venezuela sollten sich an Ort und Stelle in Sicherheit bringen und das Land unverzüglich verlassen, sobald dies gefahrlos möglich ist“, hieß es in einer Mitteilung.
Auf der Internetseite des Auswärtigen Amts wird davor gewarnt, nach Venezuela zu reisen, genauso wie in die unmittelbaren Grenzgebiete zu Kolumbien und Brasilien. Deutsche Staatsangehörige in Venezuela seien aufgerufen, an einem sicheren Ort zu bleiben, erklärte das Auswärtige Amt am Samstag nach einer Sitzung des Krisenstabs. Das Auswärtige Amt stehe „im engsten Kontakt“ mit der Botschaft in Caracas.
Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten in Österreich hat indes die Reisewarnung Sicherheitsstufe 4 (von 4) für das ganze Land ausgesprochen.
Einige Airlines haben bereits auf die aktuelle Situation reagiert. „Aerotelegraph.com“ berichtet, dass KLM, Tuifly und Corendon Flüge in die Karibik annulliert haben. Einige Monate zuvor hatten weitere Fluggesellschaften angekündigt, Venezuela aufgrund der Unruhen nicht mehr anzufliegen.
Am Sonntag bestätigte auch die Lufthansa, dass sie keine Flüge nach Venezuela anbiete. Die Airline „nutzt seit einigen Monaten auch nicht mehr den venezolanischen Luftraum“, teilte ein Unternehmenssprecher der Deutschen Presse-Agentur mit. „Weitere, kurzfristig gesperrte Luftraumgebiete werden von Lufthansa großräumig umflogen.“ Dies führe nach der US-Attacke auf Venezuela bei der Verbindung zwischen Frankfurt/Main und der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá zu einer etwas längeren Flugzeit von rund zwölf statt elfeinhalb Flugstunden. „Alle weiteren Flugverbindungen nach Südamerika verkehren gemäß dem normalen Flugplan.“
KLM erklärte, man beobachte die Situation genau und entscheide, wie weitere Flüge und Flugrouten angepasst werden. TUI-Sprecherin Petra Kok teilte auf Nachfrage des Nachrichtenportals „Zakenreisnieuws.nl“ mit, dass drei TUI-Flüge bereits abgesagt wurden. Betroffen sind Flüge nach Curaçao, Aruba und Bonaire. „Ob morgen Flüge durchgeführt werden, ist bislang nicht bekannt. Wir verfolgen die Situation genau und sobald es mehr Klarheit gibt, wird eine Entscheidung über die Flüge von morgen getroffen.“ Kok ergänzte: „Die Urlauber, die sich derzeit in Curaçao aufhalten und heute nicht zurückfliegen können, werden vor Ort untergebracht. Die Lage auf der Insel ist ruhig.“
Die Reisekonzerne weisen darauf hin, dass sich betroffene Fluggäste auf den Internetseiten der Airlines über den weiteren Verlauf informieren sollen.










