
Ausstand bei der Autobahn GmbH
Streik im Elbtunnel – Bundesweit Autobahnen betroffen
20.01.2026 – 07:08 UhrLesedauer: 2 Min.
Streik bei der Autobahn GmbH: In ganz Deutschland wird es auf vielen Autobahnen eng. An einem Nadelöhr im Norden wird es besonders eng.
In ganz Deutschland rufen mehrere Gewerkschaften die Beschäftigten der Autobahn GmbH zu Warnstreiks auf. Das bundeseigene Unternehmen ist für Planung, Bau und Betrieb der Autobahnen in Deutschland zuständig.
Der Ausstand hat gewaltige Folgen. Im Norden etwa ist der ohnehin schon stark belastete Elbtunnel in Hamburg betroffen. Dort streiken die Beschäftigten der Autobahnmeistereien Hamburg Stillhorn und Othmarschen. Durch eine Not-Mannschaft werden zumindest zwei der drei Fahrspuren offengehalten.
Auch in der Wesermarsch müssen sich Pendler und andere Reisende auf Probleme einstellen. Dort werde der Wesertunnel für den Verkehr infolge des Warnstreiks gesperrt, sagte ein Verdi-Sprecher. Anders ist es dagegen bei der Hunteklappbrücke bei Berne. Die wichtige Brücke an der Bundesstraße 212 soll anders als beim Warnstreik im Dezember dieses Mal geöffnet bleiben.
In Niedersachsen ruft die zuständige Landesbehörde Autofahrer auf, „besonders vorsichtig und rücksichtsvoll zu fahren“. Grund sind mögliche Verzögerungen beim Winterdienst.
Anlass der Warnstreiks sei der „jeweils zähe bis inakzeptable Verlauf“ der Tarifrunden zur Autobahn GmbH und zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder, teilte die Gewerkschaft Verdi mit.
In dem Tarifstreit mit der Autobahn GmbH fordern die Gewerkschaften Verdi und Beamtenbund sieben Prozent mehr Geld für die bundesweit rund 15.000 Beschäftigten. Mindestens sollen die Gehälter jedoch um 300 Euro steigen.
Verdi will mit dem Warnstreik den Druck auf die Arbeitgeberseite in dem Tarifkonflikt erhören. „Straßen sind der Verkehrsträger Nummer 1 in Deutschland – jeden Tag kümmern sich Abertausende Beschäftigte um einen möglichst reibungslosen Verkehr auf Autobahnen, auf Bundes- und Landesstraßen, auf Brücken und in Tunneln“, sagte Christine Behle, stellvertretende ver.di-Vorsitzende in einer Mitteilung. „Und sie wollen mit diesem gemeinsamen Streiktag zeigen, dass ihre Arbeit besser bezahlt gehört.“
Der Verhandlungsführer der Länder, Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD), hatte die Gewerkschaftsforderungen wegen knapper Länderhaushalte zuletzt wiederholt als überzogen zurückgewiesen. Er zeigte sich am Freitag aber zuversichtlich, dass ein Abschluss der Tarifverhandlungen im Februar zustande kommt. Man spüre die „gemeinsame staatspolitische Verantwortung“ und sei an mehreren Punkten „trotz großer Differenzen“ vorangekommen.










