Berliner Umland
Beliebte Ausflugsziele wegen Raupengefahr gesperrt
10.07.2026 – 19:36 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein massiver Raupenbefall macht weite Teile des Unterspreewalds für Bootsfahrer unzugänglich. Betroffen sind elf Gewässer, und die Sperrung gilt bis auf Weiteres.
Das Brandenburger Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung hat elf Gewässer im Unterspreewald für den Bootsverkehr gesperrt. Grund ist ein massiver Befall durch den Eichenprozessionsspinner, eine Raupenart, deren feine Brennhaare Hautreizungen, Juckreiz und Atemwegsbeschwerden auslösen können. Das teilte das Ministerium mit.
Infrastrukturminister Robert Crumbach (SPD) wies darauf hin, dass der Befall derzeit auch wichtige Arbeiten zur Verkehrssicherung entlang der Gewässer verhindere. Dadurch drohten zusätzliche Gefahren durch herabfallende Äste und umsturzgefährdete Bäume. Grundlage für die Sperrung ist ein Antrag des Landesamtes für Umwelt.
Gesperrt sind konkret folgende Gewässer: Dresslerstrom, Krausnicker Strom (Abschnitt Puhlstrom bis Krausnicker Wehr), Krügerstrom, Pfahlspree, Puhlstrom (Spree bis Abzweig Krausnicker Strom), Puhlstrom (ab Quasspree bis Unteres Puhlstromwehr), Schiwanstrom, „Schnelle Katrin“ (Zernias bis Schiwanstrom), Schulzkastrom (Spree bis Krausnicker Strom), Wasserburger Spree (Laubengang bis Wawi-Anlage Groß Wasserburg) sowie Wasserburger Spree (Hauptspree bis Kopelna/Schulzkastrom).
Dauer der Sperrung noch ungewiss
Wie lange die Sperrungen andauern, hängt nach Angaben des Ministeriums von der weiteren Entwicklung des Befalls ab. Das Ministerium appellierte an Urlauber: „Touristinnen und Touristen werden gebeten, die Sperrungen strikt zu beachten, alternative Routen zu nutzen und Hinweise der örtlichen Anbieter, der Biosphärenreservatsverwaltung sowie der Landkreise zu beachten.“
Auf nicht betroffenen Gewässern sind Boots- und Kanutouren weiterhin möglich. Auch dort rät das Ministerium jedoch zur Vorsicht, da weitere Bäume befallen sein könnten. Die Brennhaare der Raupen enthalten ein Nesselgift. Neben Hautreizungen und starkem Juckreiz können bei Kontakt auch Augenreizungen sowie Husten oder asthmaartige Beschwerden auftreten.











