
Crans-Montana-Opfer erhebt Vorwürfe
„Sie hätte das Feuer löschen können“
Aktualisiert am 05.02.2026 – 15:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Eines der Opfer der Feuerkatastrophe von Crans-Montana ist aus dem künstlichen Koma erwacht. Die 18-jährige Roze berichtet von erschütternden Szenen und erhebt schwere Vorwürfe.
Nach der Brandkatastrophe mit 41 Toten in der Bar „Le Constellation“ im Schweizer Ferienort Crans-Montana hat eine der Schwerverletzten mehrere Interviews gegeben. Die 18 Jahre alte Schweizerin wird in den Berichten bloß bei ihrem Vornamen genannt.
Roze gehörte zu den Patientinnen und Patienten, die nach dem Feuer in der Silvesternacht in andere Länder ausgeflogen worden waren, weil die Schweiz Schwierigkeiten hatte, so viele schwer verletzte Brandopfer auf einmal zu versorgen. Roze kam nach Belgien, dort wurde sie Ende Januar nach 18 Tagen aus dem künstlichen Koma geholt.
Inzwischen ist sie nach zwei in Belgien vorgenommenen Hauttransplantationen wieder in der Schweiz. „Ich bin glücklich, bin ich auf dem Weg der Besserung, aber ich denke auch an die anderen, denen es schlechter erging“, sagte sie der Zeitung „20 Minuten“.
Sie leide unter Albträumen und sie werde die Bilder der Feuernacht nicht mehr los, erzählte sie: „Die Flammen, die Schreie, die Leute am Boden“ gingen ihr nicht mehr aus dem Kopf. Ebenso wenig „die Rettungskräfte, die Herzmassage machten an Jugendlichen, die auf dem Asphalt lagen“.
In einem weiteren Interview sagte Roze, es sei ein einziges Chaos gewesen: „Alle schrien, sie zogen sich aus. Einige waren zu 80 Prozent verbrannt.“
Video | Aufnahmen aus Crans-Montana lösen Fassungslosigkeit aus
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Roze berichtete auch, dass sie das Feuer als eine der Ersten wahrgenommen habe. Sie sei um 1.15 Uhr angekommen, keine Viertelstunde vor Ausbruch des Brandes. Lokalbesitzerin Jessica M. habe sie damit beauftragt, in der Silversternacht Videos und Fotos der Partygäste zu machen.
Über den Moment, in dem an Flaschen befestigte Pyrotechnik die Decke der Bar in Brand setzte, sagte Roze. „Ich habe geschrien: Da ist ein Feuer. Ihr müsst raus.“ Aber vielen sei gar nicht klar gewesen, wie ernst die Lage war. „Ich glaube, deshalb haben die Leute weiter gefilmt.“









