
Neue Motive vorgestellt
Adenauer, Kohl & Co: Das zeigen die neuen deutschen Euro-Münzen
Aktualisiert am 15.01.2026 – 05:13 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Bundesbank ehrt Persönlichkeiten der deutschen Politik mit Zwei-Euro-Münzen. Das sagt auch etwas über das Selbstverständnis der Bundesrepublik.
Zum Auftakt der Kabinettssitzung am Mittwoch verteilten Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) Geschenke. Die Kabinettsmitglieder erhielten Erstprägungen der neuen Zwei-Euro-Münze mit dem Bild des ersten deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer (1876-1967).
Anlass war der 150. Geburtstag Adenauers am 5. Januar. Merz lobte seinen Vorgänger im Kanzleramt am Mittwoch mit den Worten: „Konrad Adenauer setzte sich für die Westintegration, die Aussöhnung mit Frankreich, die enge Bindung an die Vereinigten Staaten, einen Nato-Beitritt und die Vorbereitung der Europäischen Union ein.“
Münzen dienen der Repräsentation und der Selbstvergewisserung. Das wussten schon die römischen Kaiser in der Antike.
Auch die Bundesbank schreibt mit den Prägungen ihrer Münze nun Geschichte. Bislang setzten die Notenbanker mit ihren Euro-Prägungen vornehmlich auf Gebäude: vom Hambacher Schloss, 1832 Ausgangspunkt der Demokratiebewegung in Deutschland, bis zur Dresdner Frauenkirche, Symbol für die deutsche Wiedervereinigung.
Der Grund ist einfach: Personenkult war nach 1945 lange verpönt. Das zeigte sich auch lange in der Scheu der Geschichtswissenschaften vor Biografien.
Nun würdigt die Bundesbank nicht nur Konrad Adenauer, sondern auch weitere Persönlichkeiten der bundesdeutschen Geschichte. Das sagt auch etwas über das neue Selbstverständnis des Landes.
Eine Selbstverständlichkeit sind die nationalen Euromünzen übrigens nicht. Jedes Euroland hat das Recht, pro Jahr zwei Münzen im Wert von zwei Euro als Gedenkmünzen herauszugeben.
Die Vorderseite zeigt dabei in allen Eurostaaten den Nennwert, die Rückseite hat ein besonderes Motiv. Die Motive müssen im Kreis der Euro-Finanzminister gebilligt werden.










