„2026 JH2“
Asteroid kommt der Erde ungewöhnlich nahe
15.05.2026 – 14:45 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Asteroid wird der Erde in den kommenden Tagen näher kommen als der Mond. Astronomen sind von dem Himmelskörper begeistert. Wird er zur Gefahr?
Astronomen haben erst vor wenigen Tagen einen Asteroiden entdeckt, welcher der Erde ungewöhnlich nahe kommen wird. Der Himmelskörper mit der Bezeichnung „2026 JH2“ wird die Erde in einer Entfernung von rund 91.000 Kilometern passieren, wie die Seite „The Virtual Telescope Project“ berichtet. Die Distanz entspreche weniger als einem Viertel der Entfernung zwischen Erde und Mond.
Der Asteroid wurde am 10. Mai von Astronomen am Mount-Lemmon-Observatorium im US-Bundesstaat Arizona entdeckt. Die Sichtung wurde später vom Minor Planet Center, das für neuentdeckte erdnahe Objekte verantwortlich ist, bestätigt. Nach bisherigen Berechnungen der Forscher dort geht von „2026 JH2“ keine Gefahr für die Erde aus.
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Asteroid ist vergleichsweise klein
Nach aktuellen Daten wird „2026 JH2“ der Erde am 18. Mai um 23.23 Uhr unserer Zeit am nächsten kommen. Wenige Stunden zuvor fliegt der Asteroid auch am Mond vorbei, allerdings in deutlich größerer Entfernung. „The Virtual Telescope Project“ will das Ereignis in einem Livestream zeigen.
„2026 JH2“ gehört zur Gruppe der sogenannten Apollo-Asteroiden. Diese Himmelskörper kreuzen die Umlaufbahn der Erde um die Sonne. Der Asteroid bewegt sich auf einer stark elliptischen Bahn durchs Sonnensystem – von der Nähe der Erde bis fast an die Umlaufbahn des Jupiter heran.
Der Durchmesser des Asteroiden wird auf etwa 15 bis 35 Meter geschätzt. Damit wäre er ungefähr so groß wie der Himmelskörper, der 2013 über der russischen Stadt Tscheljabinsk explodierte und zahlreiche Schäden verursachte.
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Mit Teleskopen sichtbar
Während seines Vorbeiflugs soll „2026 JH2“ deutlich heller werden als jetzt und könnte mit kleinen Teleskopen sichtbar sein. Mit bloßem Auge wird der Asteroid jedoch nicht zu sehen sein.
Wo sollten Hobby-Astronomen suchen? Am 18. Mai wandert der Himmelskörper vom nördlichen in den südlichen Himmel. Seine größte Helligkeit erreicht er voraussichtlich über dem Südhimmel. Beobachter in entsprechenden Regionen könnten ihn deshalb besonders gut verfolgen.










