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Home » Asiatische Tigermücke breitet sich aus: Dengue-Risiko steigt in Europa
Leben

Asiatische Tigermücke breitet sich aus: Dengue-Risiko steigt in Europa

Von zeit-heute.deJanuar 12, 20262 Min Gelesen
Asiatische Tigermücke breitet sich aus: Dengue-Risiko steigt in Europa
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Asiatische Tigermücke breitet sich aus: Dengue-Risiko steigt in Europa

Durch Asiatische Tigermücke übertragen

Dengue- und Chikungunyarisiko steigt auch in Mitteleuropa


12.01.2026 – 13:28 UhrLesedauer: 2 Min.

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Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus): Die invasive Art kann bei ihrem Stich Viren übertragen. (Quelle: imago stock&people/imago)

Tropenkrankheiten wie Dengue und Chikungunya erreichen neue Regionen in Europa. Eine invasive Mückenart breitet sich zunehmend nach Norden aus. Was das für Millionen Menschen bedeutet.

Deutsche Wissenschaftler warnen davor, dass sich das Risiko für Dengue- und Chikungunyafieber in Europa zunehmend nach Norden verlagert. Die übertragende Mückenart Aedes albopictus (Asiatische Tigermücke) breitet sich nach Erkenntnissen von Forschenden des Heidelberger Institute of Global Health jedes Jahr rund 60 Kilometer weiter aus und mit ihr auch die Gefahr für lokale Virusübertragungen.

Die Analyse der Wissenschaftler um Jan Semenza wurde jetzt in der Fachzeitschrift Lancet Planetary Health veröffentlicht. Sie beruht auf umfangreichen Überwachungsdaten und epidemiologischen Berichten zwischen 1990 und 2024.

Besonders auffällig ist laut der Studie ein Fall im Elsass im Jahr 2025. Erstmals kam es so weit im Norden zu einer lokalen Chikungunya-Infektion. Ob es sich dabei um einen Einzelfall handelt, ist noch unklar.

Die Verlagerung hat laut der Modellrechnungen konkrete Folgen: Die Zahl der Menschen, die in Risikogebieten leben, steigt aktuell um mehr als 20 Prozent pro Jahr. Für das Jahr 2025 bedeutete das: Rund 4,86 Millionen Menschen lebten in Regionen mit dokumentierten Ausbrüchen.

Ein zentrales Problem ist laut Semenza die geringe Immunität in der Bevölkerung. Denn Dengue und Chikungunya galten bislang in Europa als Reisekrankheiten, nicht als lokale Gesundheitsgefahr. Entsprechend fehlen oft Erfahrung und Strukturen im Umgang mit den Infektionen.

Die Wissenschaftler fordern deshalb eine bessere Überwachung der Mückenpopulation, gezielte Aufklärung des medizinischen Personals und wirksame Strategien zur Eindämmung der Mücken. Auch Impfstoffe könnten in bestimmten Fällen eine Rolle spielen.

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