
„Caren Miosga“
Laschet: „Ich verstehe den Hype um diese Rede nicht“
Aktualisiert am 16.02.2026 – 10:19 UhrLesedauer: 3 Min.

Viele Interpretationen der Rubio-Rede und die Frage, ob der US-Atomschirm wackelt: Caren Miosga verhandelte das Dilemma der europäischen Sicherheitspolitik.
Erleichterung über die im Ton verbindliche Rede des US-Außenministers Marco Rubio, aber weiterhin gravierende Zweifel an der künftigen Tragfähigkeit des transatlantischen Bündnisses – so ließe sich die Stimmungslage der europäischen Spitzenpolitiker nach drei Tagen Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) zusammenfassen.
Welche Rolle Deutschland übernehmen kann, um die europäische Verteidigungsfähigkeit zu stärken, wollte Caren Miosga in ihrer Talksendung unter der Überschrift „Europa nach der Sicherheitskonferenz – bedingt abwehrbereit?“ diskutieren. Zunächst spielte sie Auszüge der Rubio-Rede mitsamt den darauffolgenden Standing Ovations ein.
„Ich verstehe nicht den ganzen Hype um diese Rede“, kommentierte Armin Laschet und verneinte die Frage, ob er erleichtert sei. Vielmehr habe er sich angesichts von Rubios Einlassungen zu „Massenmigration“ und „Klima-Kult“ „bei manchen gewundert, wie schnell sie aufgesprungen sind“, so der CDU-Politiker. Ebenfalls keine Erleichterung verspürte Christian Mölling. Der Militärexperte konstatierte, dass der durch die Grönland-Krise entstandene Bruch „nicht so leicht zu kitten“ sei. Von einer gut gehaltenen, aber auch gefährlichen Rede sprach Nicole Deitelhoff. Rubios wichtigste Botschaft sei gewesen: Wir wollen mit euch in die Zukunft aufbrechen, aber zu unseren Bedingungen. Die Politikwissenschaftlerin diagnostizierte „Anklänge an alte Eroberungszüge des christlich-weißen Westens“.
Das sei die „MAGA“-Sprache, pflichtete Armin Laschet bei, und genau der „Kulturkampf“, vor dem Kanzler Friedrich Merz in seiner Rede gewarnt habe. Auf den Kontrast zwischen der Rede des US-Vizepräsidenten JD Vance vor einem Jahr und der aktuellen Rubio-Ansprache verwies Gordon Repinski. „Wir wissen nicht, wo Rubio wirklich steht“, so der Journalist. Er hielt es aber zumindest für möglich, dass der US-Außenminister innerhalb der Trump-Administration derjenige sei, der „den größten Schaden verhindern“ wolle.
Der Kanzler, der bisher „in so einer Art Halbdistanz“ zu dem US-Präsidenten gestanden habe, habe in der Grönland-Krise den „Glauben an eine konstruktive Zusammenarbeit“ mit Trump verloren, analysierte Gordon Repinski. Mit seinem Treffen mit dem demokratischen Gouverneur Kaliforniens, Gavin Newsom, habe Merz jedoch „die Symbolik einen Tick zu weit gedreht“, befand der Chefredakteur von „Politico Deutschland“.









