
Vorfälle in der Kaffeeküche?
Anwältin mit neuen Vorwürfen zu Ex-HSV-Boss Kuntz
04.02.2026 – 09:05 UhrLesedauer: 1 Min.
Mehrere HSV-Mitarbeiterinnen berichten von unangemessenen Berührungen und sexuellen Anspielungen durch den ehemaligen Sportvorstand.
Eine Anwältin hat dem ehemaligen HSV-Sportvorstand Stefan Kuntz „unangemessenes Verhalten“ vorgeworfen. Laut „Stern“ vertritt die Juristin mehrere Mitarbeiterinnen des Hamburger Sportvereins.
Die Anwältin teilte dem „Stern“ mit, dass ihre Mandantinnen von „unangemessenen Berührungen, Sprüchen, sexuellen Anspielungen und wenig zweideutigen Aufforderungen zu sexuellen Handlungen“ durch Kuntz berichtet hätten. Die Vorwürfe stehen im Widerspruch zu einer Stalking-Anzeige, die der Ex-HSV-Boss erstattet und inzwischen zurückgezogen hat. In der Anzeige stellte sich Kuntz als Opfer von Stalking dar. Die Anzeige ging kurz nach Beginn vereinsinterner Untersuchungen gegen Kuntz ein.
Laut einem Bericht des „Stern“ gibt es mehrere Situationen, die vom ehemaligen HSV-Manager Kuntz geschildert wurden und in internen Unterlagen des Hamburger SV auftauchen – allerdings mit einer gegenteiligen Darstellung. In seiner Strafanzeige berichtete Kuntz von einer unangenehmen Situation in einer Büroküche. Im Gegensatz dazu soll laut einer Mitarbeiterin Kuntz derjenige gewesen sein, der dort auf unangemessene Weise die Nähe gesucht habe.
Auch Vorkommnisse auf der spanischen Insel Mallorca werfen Fragen auf. Während Kuntz angegeben habe, eine Mitarbeiterin habe ihn dort zu einem Treffen gedrängt, teilt deren Anwältin mit, aus Chatnachrichten gehe hervor, dass der Ex-HSV-Boss selbst dreimal ein Treffen vorgeschlagen habe.
Zuvor hatte Kuntz in der „Süddeutschen Zeitung“ die Vorwürfe zurückgewiesen. Der HSV widersprach seiner Darstellung des Trennungsprozesses öffentlich. Weder Kuntz noch dessen Anwälte waren laut dem „Stern“ auf Nachfragen zu einer Stellungnahme bereit. Eine rechtliche Klärung der vorgebrachten Vorwürfe steht noch aus, es gilt die Unschuldsvermutung.











