„Ich bin bereit“
Der Ex-Abwehrchef wird wieder wichtig
Aktualisiert am 22.06.2026 – 15:57 UhrLesedauer: 3 Min.
Vor dem Turnier sprach Julian Nagelsmann oft vom neuen deutschen Innenverteidiger-Duo. Dieses muss nun wieder umgebaut werden.
Nico Schlotterbecks WM ist vorzeitig beendet. Nach einer MRT-Untersuchung steht fest: Der Innenverteidiger von Borussia Dortmund hat sich im zweiten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste schwer am linken Sprunggelenk verletzt und fällt laut DFB für „mehrere Monate“ aus.
„Schlotti wird uns auf dem Platz als herausragender Verteidiger sehr fehlen, vor allem auch sein exzellenter Spielaufbau. Es hätte seine WM werden können“, sagte Julian Nagelsmann in einer am Morgen veröffentlichten Stellungnahme des Verbandes.
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Auch beim BVB ist die Enttäuschung groß. Lars Ricken sagte: „Für Nico tut es mir extrem leid, er war richtig gut in Form und aus der Startelf unserer Nationalmannschaft nicht wegzudenken.“ Das WM-Aus sei für den Dortmunder „unglaublich bitter“. Dennoch werde Schlotterbeck „auch diesmal“ stärker zurückkommen.
„Zum Glück ist er ein sehr positiver Typ“
Trotz der Diagnose bleibt der 26-Jährige zunächst im Teamquartier in Winston-Salem. Dort erhielt er nach der Untersuchung viel Zuspruch. „Wir haben alle versucht, ihn aufzubauen. Zum Glück ist er ein sehr positiver Typ, der schon wieder vorausblickt“, sagte Nagelsmann. Dass Schlotterbeck vorerst bei der Mannschaft bleibe, sei „ein schönes Zeichen. Denn er hat auch neben dem Platz Einfluss.“

Verletzt hatte sich Schlotterbeck bereits in der Anfangsphase des Spiels gegen die Elfenbeinküste in Toronto, das Deutschland spät mit 2:1 gewann. Er zog sich einen Innenbandriss zu. Nach einer Behandlung spielte er zunächst weiter und hielt bis zur Halbzeit durch. Vor Ort erhielt er Unterstützung von seiner Frau, seinem zweijährigen Sohn und seinen Mitspielern. Der DFB reagierte in seiner Instagram-Story mit einem gebrochenen Herz-Emoji.
Für Nagelsmann ist es der nächste Ausfall. Serge Gnabry verpasste die WM bereits verletzungsbedingt. Zudem zog sich Lennart Karl vor der Generalprobe gegen die USA im Training eine Verletzung zu. Für den Münchner wurde Assan Ouédraogo nachnominiert. Einen Ersatz für Schlotterbeck darf Deutschland wegen der Fifa-Regularien nicht berufen.
Früherer Abwehrchef wird wieder wichtig
„Trotz seines Ausfalls sind wir in der Innenverteidigung mit Jonathan Tah, Antonio Rüdiger, Waldemar Anton und Malick Thiaw sehr gut aufgestellt“, sagte Nagelsmann. Damit rückt vor allem Rüdiger stärker in den Mittelpunkt. Nach der Rückkehr aus Toronto verließ der frühere Abwehrchef den Charterflieger mit Schlotterbecks Sohn auf dem Arm. Nun dürfte seine Rolle auf dem Platz wieder größer werden.











