
„Ich möchte mich tief entschuldigen“
Block-Prozess: Angeklagter ändert plötzlich Aussage
30.01.2026 – 18:33 UhrLesedauer: 2 Min.
Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder aus Dänemark korrigiert ein Angeklagter seine Aussage – und setzt Christina Block damit weiter unter Druck.
Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder hat der mutmaßliche Drahtzieher der Entführung, Tal S., ein Treffen mit der Unternehmerin Christina Block kurz vor der Tat eingeräumt. Der 36-jährige Israeli korrigierte damit seine bisherige Aussage vor dem Landgericht Hamburg. Er habe das Treffen verschwiegen, um die Mutter der Kinder zu schützen.
Das Treffen fand laut der Aussage des Angeklagten am Freitag wenige Tage vor der Rückholaktion im Hotel „Grand Elysée“ in Hamburg statt. Christina Block habe sich dort bei dem Team für seine Hilfe bedankt. Der Großteil der Anwesenden sei dabei maskiert gewesen.
„Ich möchte mich tief entschuldigen“, sagte der 36-Jährige zu seiner früheren Falschaussage. Zuvor hatte er behauptet, Block vor der Entführung nur aus der Ferne gesehen zu haben.
Von diesem Treffen hatte bereits vor einigen Wochen der mutmaßliche Chef der Entführer im Prozess berichtet. Nach seiner Darstellung sei das gesamte Team aus Israel nach Hamburg gereist und habe sich am 28. Dezember 2023 mit Christina Block getroffen. Der Anführer hatte ausgesagt, dass die angeklagte Mutter von der geplanten Rückholung gewusst habe.
Die 52-jährige Block soll laut Anklage nach einem langen Sorgerechtsstreit die Entführung ihrer beiden Kinder vom Wohnort ihres geschiedenen Mannes in Dänemark in Auftrag gegeben haben. Die Unternehmerin bestreitet dies und gab an, die israelische Firma habe auf eigene Faust gehandelt.










