Eingeweiht mit Wasser aus der Seine
Das ist Deutschlands ältester Flohmarkt
Aktualisiert am 07.03.2026 – 03:50 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Journalist brachte die Idee aus Paris mit, ein Aktionskünstler setzte sie um. So entstand 1967 Deutschlands erster Flohmarkt der Neuzeit.
Der Altstadtflohmarkt in Hannover gilt als der älteste Flohmarkts Deutschlands. Auf der Webseite des Freundeskreises Altstadt-Flohmarkt heißt es: „Seit über 50 Jahren finden Sie hier alles, was Sie schon immer gesucht haben, aber eigentlich gar nicht brauchen“.
Und genau so ist es: Am Hohe Ufer können Trödelfans alte Bücher, Vasen, Tonträger, Deko, Schmuck, alte Möbelstücke und vieles mehr finden.
Die Idee für einen Flohmarkt in Hannover soll der Journalist Klaus Partzsch aus Paris mitgebracht haben. Andere Quellen nennen den Aktionskünstler Reinhard Schamuhn als Inspirationsgeber. Auf jeden Fall war Letzterer es, der am 8. April 1967 um 16 Uhr nach dem Vorbild der „marché aux puces“ die erste Ausgabe der Hannoveraner Variante eröffnete.
Dafür wählte Schamuhn eine symbolische Handlung: Er schüttete Wasser aus einer Flasche in die Leine, das aus dem Fluss Seine stammte. Zur gleichen Zeit soll in Paris jemand Wasser aus der Leine in die Seine gegossen haben. Das war die Taufe von Hannovers erstem Flohmarkt – und sogar von Deutschlands erstem Flohmarkt.
Zunächst fand dieser noch am Holzmarkt rund um den Oskar-Winter-Brunnen statt. 1972 zog er auf Initiative von dem damaligen Stadtimagepfleger Michael Gehrke ans Hohe Ufer um. Seitdem wird der Flohmarkt jeden Samstag von März bis Ende Oktober rund um das Ufer veranstaltet – zu finden ist er zwischen Schlossstraße und Marstallbrücke, unterhalb des Klosterganges direkt am Wasser sowie westwärts auf dem Gehweg parallel zum Leibnizufer.
Im Jahr 2006 erhielt er seinen aktuellen Namen: Altstadt-Flohmarkt. Geöffnet ist er samstags von 10 bis 18 Uhr. Neuwaren sind auf dem Flohmarkt verboten. Schließlich geht es auf dem ältesten Flohmarkt Deutschlands um Trödel.











