
Münchner Versicherungsriese
Allianz will offenbar massenhaft Mitarbeiter durch KI ersetzen
27.11.2025 – 04:12 UhrLesedauer: 1 Min.
Das Tochterunternehmen Allianz Partners des Versicherungskonzerns will laut einem Bericht mehr als 1500 Stellen streichen. Künstliche Intelligenz soll Kundenanrufe übernehmen.
Der Münchener Versicherungsriese Allianz setzt bei einer Tochtergesellschaft offenbar radikal auf Künstliche Intelligenz. Dafür sollen zahlreiche Mitarbeiter entlassen werden. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, sollen bei Allianz Partners in den kommenden 18 Monaten zwischen 1500 und 1800 Jobs gestrichen werden. Automatisierte Systeme sollen demnach künftig Routineanfragen von Kunden beantworten.
Das Tochterunternehmen ist auf Reiseversicherungen und Assistance-Leistungen wie Pannenhilfe spezialisiert. Der Großteil der mehr als 22.000 Angestellten arbeitet in Callcentern – genau dort soll der Rotstift angesetzt werden. Auch hierzulande wären dem Bericht zufolge Arbeitsplätze betroffen: Von den rund 1600 Beschäftigten im Raum München könnten demnach mehr als 120 ihren Job verlieren.
Beobachter sehen in dem Vorgang ein Novum: Erstmals würde ein deutscher Branchenriese den Einsatz von KI unverhohlen als Motiv für Massenentlassungen nennen. Die Allianz-Tochter selbst äußerte sich ausweichend und wollte die Pläne weder bestätigen noch dementieren.
In der Belegschaft sorgt das für Unmut. „Allianz Partners spricht immer von einer Familie“, zitiert die Zeitung einen Beschäftigten. „Was für eine Familie ist das, die Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen einfach kündigen will, um den Gewinn weiter zu erhöhen.“ Wirtschaftlich steht das Unternehmen glänzend da: Der operative Gewinn kletterte zuletzt auf 334 Millionen Euro.











