
Allergiker spüren es bereits
Haselblüte startet in diesem Jahr ungewöhnlich früh
19.02.2026 – 07:53 UhrLesedauer: 2 Min.

Laufende Nase, juckende Augen, Niesattacken: Für viele Menschen hat die Pollensaison in diesem Jahr deutlich früher begonnen als sonst. Woran das liegt.
Nach aktuellen Pollenprognosen startete die Haselblüte 2026 ungewöhnlich früh. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) spricht von einem Beginn, der teils rund fünf Wochen vor dem langjährigen Durchschnitt liegt. Verantwortlich sind demnach milde Witterungsabschnitte im Dezember und Januar.
Die Belastung verteilt sich in Deutschland allerdings sehr unterschiedlich. Besonders betroffen sind derzeit das westliche und zentrale Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, das Saarland sowie Regionen entlang des Oberrheins bis nach Baden-Württemberg. Dort blieb es im Winter häufig frostfrei. Die Hasel steht vielerorts bereits in Vollblüte. An trockenen und milden Tagen messen Pollenstationen dort mittlere bis lokal hohe Belastungen.
Auch im äußersten Westen, Südwesten und am Alpenrand startet zusätzlich die Erle langsam in die Saison. Erlenpollen verstärken die Beschwerden vieler Betroffener, da sie ähnlich stark allergen wirken wie Haselpollen.
Anders zeigt sich die Lage im Norden und Nordosten Deutschlands. Dort dominierten bislang längere Frostperioden. In vielen Regionen registrierten Messstationen nur einzelne Pollenkörner oder gar keinen relevanten Pollenflug. Für Allergiker verlief der Winter dort bislang vergleichsweise ruhig.
Die Hasel gehört zu den sogenannten Frühblühern. Ihre Pollen gelten als starke Allergieauslöser. Mediziner sprechen bei Heuschnupfen von einer allergischen Rhinitis – einer Entzündung der Nasenschleimhaut, die durch Pollen ausgelöst wird. Typische Symptome sind Niesen, eine verstopfte oder laufende Nase sowie tränende und brennende Augen.
Fachleute beobachten, dass viele Betroffene die Beschwerden in diesem Jahr als besonders intensiv empfinden. Ein Grund: Das Immunsystem musste sich nach einer längeren pollenarmen Phase erst wieder an die Belastung gewöhnen. Zudem beginnt die Saison früher und kann sich dadurch insgesamt verlängern.
Experten raten, Beschwerden frühzeitig ernst zu nehmen. Wer den Verdacht auf eine Pollenallergie hat, sollte dies ärztlich abklären. Unbehandelt kann sich aus einem Heuschnupfen ein allergisches Asthma entwickeln. Bei akuten Symptomen helfen antiallergische Nasensprays oder Augentropfen. Langfristig kann eine sogenannte Hyposensibilisierung sinnvoll sein. Dabei gewöhnt man das Immunsystem schrittweise an das Allergen, um die Reaktion dauerhaft zu mildern.










