Zverev und Tennis-Legenden
Emotionale Momente bei BMW Open am Samstag
Aktualisiert am 18.04.2026 – 15:31 UhrLesedauer: 2 Min.
Alexander Zverev hätte mit seinem vierten Titel Rekordchampion in München werden können. Daraus wird nichts.
Alexander Zverev ist bei der BMW Open in München ausgeschieden. Im Halbfinale gegen den Italiener Flavio Cobolli (23) war nach zwei Sätzen Schluss für den Vorjahressieger Zverev, der sich unter den Augen von Lebensgefährtin Sophia Thomalla mit 3:6 und 3:6 geschlagen geben musste.
„Er ist ein junger Spieler, der auch sehr, sehr wild sein kann“, hatte Zverev vor der Partie prognostiziert. „Wenn er gut spielt, kann er sehr, sehr gut spielen.“ Das bewies Cobolli eindrucksvoll und nahm Zverev im zweiten Durchgang direkt den Aufschlag im ersten Spiel und dann nochmal zum 5:2 ab.
Der Italiener, der 2025 das ATP-500-Turnier in Hamburg gewonnen hatte, kassierte direkt danach zwar noch das Re-Break. Am Ende aber konnte er nach nur 69 Minuten jubeln, auch wenn er nach seinem Coup zunächst weinend auf der Bank Platz nahm. Er erzählte danach, dass am Freitag ein guter Freund von ihm gestorben sei.
Vorjahresfinalist Ben Shelton und Überraschungsmann Alex Molcan bestreiten das zweite Halbfinale des ATP-Tennisturniers von München am Samstagnachmittag (15 Uhr). Das Finale findet am Sonntag statt (live bei Joyn).
Zverev indes muss weiter auf sein erstes Endspiel in diesem Kalenderjahr warten. Er war bei den Australian Open im Halbfinale gegen Carlos Alcaraz nach einem dramatischen Duell ausgeschieden. Bei den drei Masters-Events in Indian Wells, Miami und Monte-Carlo verlor er jeweils gegen den Weltranglistenersten Jannik Sinner. In der nächsten Wochen geht es beim Masters von Madrid weiter.
Im Anschluss an das Halbfinale von Zverev gedachte der Münchner Tennisverein MTTC Iphitos auf dem Centrec-Court dem früheren Daviscup-Trainer Nikola („Niki“) Pilić, der im vergangenen Jahr gestorben war. Gekommen war die Familie von Pilić, der lange Jahre den Münchner Tennisverein als Mitglied prägte. Dabei waren auch die früheren deutschen Tennislegenden, die unter Pilić Davis-Cup-Sieger wurden, darunter Boris Becker, Michael Stich, Carl Uwe Steeb und Patrick Kühnen, der auch Turnierdirektor der BMW Open ist.












