Achtelfinale in Wimbledon

Genervt vom eigenen Spiel – doch Zverevs Traum lebt

04.07.2026 – 19:36 UhrLesedauer: 3 Min.

Alexander Zverev jubelt: Der Hamburger zog gegen den US-Amerikaner Marcos Giron ins Achtelfinale von Wimbledon ein. (Quelle: John Walton/PA Wire/dpa)

Alexander Zverev darf weiter vom Titel in Wimbledon träumen. Gegen Marcos Giron gerät der Hamburger zwischenzeitlich ins Wanken, bringt den Sieg aber sicher ins Ziel.

Alexander Zverev schrie am Ende seine Erleichterung heraus. Der Mitfavorit auf den Titel erreichte in Wimbledon ohne Glanz, aber souverän sein insgesamt 25. Achtelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier. Mit dem 6:2, 7:6 (7:4), 6:4 gegen den US-Amerikaner Marcos Giron löste der French-Open-Sieger auch seine dritte Aufgabe und darf weiter auf seinen ersten Titel beim Rasenklassiker in London hoffen.

Während der 2:34 Stunden dauernden Partie haderte der Weltranglisten-Dritte immer wieder mit seinem Spiel und schimpfte mehrfach in Richtung seiner Box. Sein Weiterkommen geriet dennoch nie ernsthaft in Gefahr. „Ich fühle mich anders als im letzten Jahr. Ich spiele besseres Tennis“, sagte Zverev im Siegerinterview. „Mit einem Titel hierherzukommen, hilft jedem. Ich möchte natürlich weitermachen.“ Anschließend erfüllte der 29-Jährige entspannt Autogrammwünsche.

Zverev will erstmals ins Viertelfinale von Wimbledon

Zum vierten Mal steht der Hamburger im Achtelfinale von Wimbledon und stellt damit erneut sein bestes Ergebnis im All England Club ein. In der Runde der letzten 16 trifft er auf den Tschechen Jiri Lehecka. Erstmals soll ihm dabei der Einzug ins Viertelfinale gelingen.

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Nach seinem Triumph bei den French Open zählt Zverev auch in Wimbledon zum erweiterten Favoritenkreis. Anders als in Paris, wo der italienische Weltranglisten-Erste Jannik Sinner und der serbische Rekord-Grand-Slam-Sieger Novak Đoković früh ausschieden, stehen beide Topstars im All England Club noch im Turnier. Auf einen von ihnen könnte Zverev frühestens in einem möglichen Finale treffen.

Starker Aufschlag als Grundlage

Vor allem auf seinen Aufschlag konnte sich Zverev gegen Giron verlassen. Der US-Amerikaner fand auf die druckvollen Services des 1,98 Meter großen Olympiasiegers von 2021 häufig keine Antwort. Im ersten Satz gewann Zverev seine Aufschlagspiele mühelos, während der 32 Jahre alte Kalifornier bei eigenem Service unter Druck geriet. Den ersten Durchgang hätte der Hamburger sogar noch deutlicher gestalten können, wenn er seine Breakchancen konsequenter genutzt hätte.

Alexander Zverev war zwischendurch von seinem eigenen Spiel genervt: Trotz mehrerer Fehler gewann der Hamburger glatt. (Quelle: AP Photo/Kirsty Wigglesworth)

Zweimal nahm Zverev Giron den Aufschlag ab – zum 2:1 und 5:2. Vor den Augen seines Vaters Alexander Zverev und seines Bruders Mischa entschied er den ersten Satz souverän für sich.

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