Aus dem Jahr 1930
Deutsche Bahn sprengt Hamburger 540-Tonnen-Brücke
25.07.2026 – 16:59 UhrLesedauer: 1 Min.
Eine fast 100 Jahre alte Eisenbahnbrücke nahe der S-Bahnstation Diebsteich existiert nicht mehr. Die Sprengung am Samstagnachmittag ist Teil eines der größten Bahnprojekte der Stadt.
Die Deutsche Bahn hat am Samstagnachmittag in Hamburg-Altona eine Eisenbahnbrücke gesprengt. Nach Angaben des Bahn-Projektleiters verlief alles nach Plan.
Das sogenannte Kreuzungsbauwerk Langenfelde stand seit 1930. Gut 100 Meter lang, 10 Meter breit und rund 540 Tonnen schwer – die Brücke nahe der S-Bahnstation Diebsteich trug zwei Fern- und Regionalbahngleise, während fünf weitere Gleise darunter verliefen.
Warum die Brücke weichen musste
Die Sprengung ist Teil eines größeren Vorhabens: Die Deutsche Bahn verlegt den Fernbahnhof Altona an den Standort Diebsteich. Für die neue Gleisführung brauchte die Bahn den Platz, den das alte Bauwerk einnahm.
Friedhof und S-Bahn betroffen
Vor der Sprengung hatten die Einsatzkräfte den Bereich weiträumig abgesperrt. Der S-Bahnverkehr wurde unterbrochen, wie die Bahn mitteilte. Auch der Friedhof Diebsteich blieb am Samstag aus Sicherheitsgründen geschlossen.
Die Brücke wurde mittels sogenannter Schneidladungen zum Einsturz gebracht – einer Technik, bei der Sprengstoff gezielt an tragenden Elementen wie den Brückenstützen angebracht wird, um das Bauwerk kontrolliert zusammenfallen zu lassen.
