Ex-Profi attackiert Zverev
„Müssen anfangen, ihn dafür bloßzustellen“
Aktualisiert am 18.09.2026 – 16:05 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Gegner von Alexander Zverev hatten sein vor Kurzem entstandenes Ritual vor Aufschlägen bereits kritisiert. Nun findet auch eine ehemalige Top-Spielerin drastische Worte.
Alexander Zverev hat bei den US Open mit seinem zweiten Grand-Slam-Titel in diesem Jahr nicht nur einen großen sportlichen Erfolg erzielt, sondern auch mit einem auffälligen Ritual vor seinen Aufschlägen Diskussionen ausgelöst.
Besonders vor dem zweiten Aufschlag, bei dem es keine Zeitbegrenzung gibt, lässt der Deutsche den Ball häufig zigfach aufprallen – ein Verhalten, das bei Gegnern und Experten zunehmend auf Kritik stößt.
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Finalgegner Ben Shelton hatte sich nach dem Turnier deutlich geäußert: „Ich sollte nicht gezwungen sein, schon an der Linie zu warten, wenn er den Ball 20- bis 25-mal auftippt. Er prellt den Ball nie weniger als zehnmal.“ Auch Zverevs Halbfinalgegner Karen Khachanov hatte seinen Unmut kundgetan: „Das nervt nicht nur mich, sondern natürlich viele Spieler, weil es so viel Zeit kostet. Man weiß gar nicht, wie man sich auf den Aufschlag vorbereiten soll.“

In diesen Tenor stimmt nun auch die frühere Doppel-Weltranglistenerste Rennae Stubbs ein. In ihrem Podcast ging sie sogar noch einen Schritt weiter. Sie kritisierte Zverevs Verhalten scharf und forderte, ihn auszubuhen: „Was machen wir hier eigentlich? Letztes Mal waren es 25 Aufpraller, diesmal waren es 12! Ich finde, wir müssen mal anfangen, ihn dafür bloßzustellen. Fangt einfach an, ihn beim zehnten Aufprall auszubuhen.“
Stubbs über Zverev Balltippen: „Eine Schande“
Zverevs langes Ballprellen sei „eine Schande“, so die 55 Jahre alte Australierin, die vier Grand-Slam-Titel im Doppel gewann. Neben der Kritik wurden auch Vorschläge für Regeländerungen laut. Shelton sprach sich für die Einführung einer Zeitbegrenzung beim zweiten Aufschlag aus. Auch Boris Becker, der in seinem Podcast mit Andrea Petković über das Thema sprach, hält eine Anpassung der Regeln für notwendig.
Zverev selbst zeigte sich gelassen und erklärte, dass er nicht wisse, warum er sich dieses Ritual angewöhnt habe. Dennoch bleibt die Frage, ob die Diskussionen um sein Verhalten zu einer Änderung der Regeln führen könnten.












